Band 
Erster Band.
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Festtafel. Bart- und Haartracht.

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Herzog Albrecht III. von Österreich (reg. 1305 —1305) in der Ordenstracht der von ihm gestifteten ritterlichenGesellschaft der Zopfritter. Hinter ihm seine beiden Gemahlinnen.

Glasgemälde aus dem 14. Jahrh, in der S. Erhardskirche in der Breitenau in Steiermark. Der Zopf ist in eine scheidenartige Umhüllung von Metall gefaßt. Auch die eine der Frauen hat einen Zopf. Die Tracht ist die des 14. Jahrh., doch bereits mit Anklängenan ihre Weiterentwicklung. Der Herzog trägt eine Brünne aus Kettengeflecht, die über den Schenkeln sichtbar wird; darüber eineeiserne Rüstung und über dieser den „Lendner", ein enganliegendes Überkleid von Leder mit ganz kurzen Ärmeln, welches um dieTaille und um die Hüften durch Gürtel zusammengehalten wird. Dolch, Schwert und Helm find mit durch den Lendner hindurch-gehenden Ketten am Panzer aus der Brust befestigt; den Kopf bedeckt die Stahlhaube mit der Halsbrünne; den Stechhelm mit Helm-decke und einem Adler als Zimier steht man über der Schulter, eine Fahne hält der Herzog im Arm. — Die beiden Frauen tragendie gefalteten Hauben und die engen, bis mitten auf die Hand reichenden Ärmel des 14. Jahrh. Die Kronen auf ihren Häuptern unddie Hermelinmäntel kennzeichnen sie als Fürstinnen und die Wappenschilde als Bohmin und Hohenzollerin. (Nach Essenwein.)

Die allgemeine Entwickelung der Tracht im Mittelalter haben wir bereits (S. 282 ff.)geschildert und tragen hier nur noch einiges nach, was sich teils aus ihren besonderen Charakter,teils auf die letzten Zeiten unsrer Periode bezieht. Nachdem gegen Ende des dreizehntenJahrhunderts und am Abschluß der Krenzzüge das Deutsche Reich in seiner weltgeschichtlichen