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Drittes Buch. V. Handel und Wandel.
sogar Bischöfe vergaßen ihr heiliges Amt, trieben weltliche Geschäfte und beteiligten sich anFehden und Kriegen. Viele von ihnen legten mehr Wert darauf, geringe Münzen nicht an-zunehmen, als für ihre Einnähmen etwas Verdienstliches zu leisten. Es entstanden stattlicheKlostergebäude, an manchen Orten palastähnliche. Wurden vom Staate oder von frommenGesellschaften Reformen der Klosterzucht versucht, so widersetzten sich Mönche und sogar Nonnen.Mehr lag ihnen an Vermehrung ihrer Güter. Von dem Cistercienserkloster Walkenried am Harzsagte man, daß seine Mönche nach Rom pilgern könnten, „ohne eine einzige Nacht auf fremdem
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Ban eines Klosters. Aus einer Bilderhandschrift vorn Anfange des 16. Jahrh. Nürnberg, Germ. Nat.-Museum.
Im Hintergründe links ein Steinbruch, in dem die Quadern gebrochen und von da auf mit vier Ochsen bespannten Wagen zum Bau-platz gefahren werden. Daselbst wächst der Bau in die Höhe; auf einer in eine Fensteröffnung gelegten Leiter wird Baumaterial hinauf-getragen, die Quadern werden mittels einer Krahneinrichtung gehoben. Im Vordergründe werden Steine behauen, Mörtel gemischt,Felsblöcke fortgeschafft. Einer der bauenden Mönche erquickt sich aus einer Flusche. Die Landschaft durchstießt ein zweimal überbrückterBach. Die Darstellung bezicht sich auf das Cisterzienser-Mönchskloster Schönem bei Heidelberg. (Nach Essemvein.)
Eigentum oder in einem nicht ihrem Orden gehörigen Kloster zn übernachten." Dieses Klosterbesaß acht Mühlen, die Fischerei in 8t>5 Gewässern, Teichen und Bächen, deren einer durch dieKlosterküche geleitet war, Kirchen und Kapellen in 24 Orten, Münz- und Jagdrecht und Anteilan Salzwerken. Trotzdem kam manches Kloster durch leichtsinnige Wirtschaft herunter undverarmte, so z. B. dasjenige der Hrotsuit in Gandersheim. Es ist unverkennbar, daß dieKlöster im vierzehnten Jahrhundert ihre frühere Fühlung mit dem Herzschlage der übrigen