Aufschwung des Verkehrs und des Handels.
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so beeinflußte z. B. Leipzig den Handelsverkehr zwischen Böhmen und Magdeburg. Auf dieseArt wurden die größeren Städte immer umfangreicher und wohlhabender; ihre Bürger nahmeninfolgedessen auch an Bildung zu, und es fiel dabei wenig ins Gewicht und erregte kein Auf-sehen, daß die kleineren Städte verkümmerten und zu Nestern oder Dörfern Herabsanken. Dieglücklichen Großen waren es, wie immer und überall, so auch im Städtewesen, welche denLöwenanteil davontrugen, welche Geschichte machten und die Welt umgestalteten. Die unglück-lichen Kleinen wurden mit Stillschweigen Übergängen.
Aus dem deutschen Bürgerleben des 15. Jahrhunderts.
Im Hintergründe links ein Uhrmacher; davor ein Magister am Schultisch mit Schülern; daneben im Mittelgrunde ein Orgelbauer;rechts neben diesem ein Maler an der Staffelei ein Madonnenbild malend; im Vordergründe links ein Goldschmied; daneben derGehülfe eines Bildhauers, welcher mit seiner Frau an wohlbesetztem Tische speist. Aus einer Bilderhandschrift vom 15 . Jahrhundert:
„Mittelalterliches Hausbuch". Nürnberg, Germanisches National-Museum.
In den größeren Städten entstanden, ein erstes Zeichen der zunehmenden Bildung,Stadtschulen an Stelle der gesunkenen Klvsterschulen; die Kirchen vermehrten, vergrößertenund verschönerten sich; die Gerichtsverhandlungen und Ratsversammlnngen zogen von denGerichtsstätten im Freien in künstlerisch ausgestattete Rathäuser ein, in denen zur Erquicknngder Stadtväter gleich auch mächtige Weinkeller und gemütliche Trinkstuben angelegt wurden.
In den Städten zuerst wurde das Ausschänken, früher ein Monopol der Grnndherren,ein Gewerbe; und dasselbe hat nicht etwa nur Trtnklust und Ausschweifung, sondern auch dasgesellige Leben und den freien mündlichen Austausch der Meinungen über öffentliche Zuständebedeutsam gefördert; es hat auch hauptsächlich zur Entfaltung jenes urwüchsigen Humors bei-getragen , welcher das Schrifttum in der Zeit des Übergangs vom Mittelälter zur Neuzeit aus-
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