Band 
Erster Band.
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Enea Silvio Piooolomini über Deutschland.

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Spaziergang hin, weiter draußen wetteiferten Vorstädte an Größe und Schönheit mit derStadt. Man hielt dort so viele Vögel, daß „der, so durch die Straßen geht, Wohl wähnenmöchte, er sei inmitten eines grünen lustigen Waldes." Das ganze Gebiet der Stadt nennt unserGewährsmann „einen ungeheuern herrlichen Garten, mit schönen Rebhügeln und Obstgärtenbekrönt. An diesen liegen anmutige Vorberge mit den lieblichsten Landhäusern, geschmücktmit Fischteichen, Jagdgründen, Häusern und Gärten, kurz, mit jedem Genusse des Lebens."

Ähnlich, nur nicht in so hohem Maße, lobpreist Piccolomini Basel. Besondersrühmend erwähnt er die große Menge der fließenden Brunnen dieser Stadt, ihre bemalten und

Jugendspiele.

Faksimile des Holzschnittes von Hans Burgkmair im „Weißkunig," den jungen Maximilian unter seinen Spielgenossen darstellend.

glasierten Kirchenbücher, die grünen Matten, auf denen Kinder allerlei Spiele treiben und Frauentanzen, sowie auch die prächtigen Trinkstuben der vornehmen Bürgerhäuser, die von heitererUnterhaltung fröhlicher Gesellschaft und von Tänzen mit herrlich geschmückten Frauen belebtwerden. Von Braunschweig sagt er, daß es in ganz Germanien hochberühmt, groß undvolkreich sei, daß sich die Häuser durch ihre Pracht, die Straßen durch ihre Reinlichkeit, dieGotteshäuser durch ihren Umfang und ihren Schmuck vorteilhaft auszeichnen.

Seines Reichtums wegen wurde besonders Augsburg gepriesen. Folgende Angaben darübermögen zugleich den damaligen Geldwert (vor der Entdeckung Amerikas) veranschaulichen. „Werzwei- bis dreihundert Gulden jährlich einnahm, war ein reicher Mann, und dennoch gab es Leute,die selbst heutzutage reich heißen würden, da sie 2000 Gulden jährliche Einkünfte zogen, wessen