Band 
Erster Band.
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Zg4 Drittes Buch. V. Handel und Wandel.

sich damals kein Graf rühmen durfte. Der reichste Mann Augsburgs, Peter von Argon, nahmjährlich 2600 Gulden ein. Der Stifter der Fuggerschen Familie erwarb um diese Zeit durch seinenHandel ein Vermögen von 3000 Gulden (die in Mitte des achtzehnten Jahrhunderts 18000wert waren)." Zwölf Pfennige gingen auf einen Groschen und sechzehn Groschen auf einenGülden; dreißig Pfennige waren ein Pfund. Fehlte kleines Geld, so zerteilte man die Münzenin zwei bis vier Stücke; auf diesen Notbehelf mußten die Behörden Rücksicht nehmen, so daßdie Münzfläche häufig in mehrere Abschnitte eingeteilt und diese mit übereinstimmenderPrägung versehen wurden. Größere Zahlungen wurden oft in Silberbarren geleistet.

Damals (im Jahre1488) galtin Schwein-furt eine Gansacht Pfennige, einHuhn drei, ein SchockEier zehn bis zwölf,ein Pfund Rindfleischdrei, ein Pfund Kar-pfen sechs, ein BuchPapier elf bis zwölf-einhalb, ein PaarKnabenschuhe zwölfPfennige. Für einenGulden bekam manzehn Sto ckfische, eb ensodrei Pfund Pfeffer.Einen Wagen zu be-schlagen kostete fünfPfund (zu dreißigPfennig), ein Ochsenur Vierdreiviertel,,eine Tonne Heringeaber sechs Gulden.

Nach der Knochen-hanertaxe in Nord-hausen vom Jahre1416 kostete einPfund Schöpsenfleischvier, Schaffleisch zwei,Fleisch vom gemästetenRind vier, Knhfleisth

drei, Ochsenfleisch zwei, Schweinefleisch vier, Kalbfleisch zum Braten drei, zum Kochen zwei,Bock- oder Stierfleisch zwei Pfennige.

24 000 Mauersteine und 25 000 Dachsteine wurden im Jahre 1423 in Holstein für58 Mark 4'/? Schilling verkauft.

In der Gegend von Xanten kostete im Jahre 1369 das Malter Holzkohlen (120 trx) nachheutigem Gelde sechzig Pfennige, in dem Jahrzehnt nach 1370 aber schon siebzig Pfennige bisanderthalb Mark, wogegen 1380 der Preis wieder auf den Wert einer heutigen Mark gefallen war.

Die Taglöhne betrugen um das Jahr 1488 nur sechs oder sieben Pfennige; dreißigJahre vorher aber in Bayreuth noch achtzehn Pfennige. Am Bodensee erhielt in der Mittedes fünfzehnten Jahrhunderts ein Karrenknecht außer der Kost jährlich neunzehn Gulden ein-unddreißig Kreuzer, Schuhzeug, vier Ellen Tuch und sechs Ellen Zwillich. In Mosbach warder jährliche Lohn einer Viehmagd dreizehn Gulden sechsunddrcißig Kreuzer. In Holsteinempfing ein Großknecht acht, ein Pferde- und Ackerknecht vier Mark und drei bis acht

Gesellschaft im Freien beim Kartenspiel.Faksimile eines Kupferstiches des „Meisters von 1480."