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Erster Band.
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Drittes Buch. VII. Die Schulen und der Humanismus.

ganger. Weitere Thätigkeit schnitt dem armen kranken, von fürstlicher Rache bedrohten Flüchtlingein früher Tod auf der lieblichen Ufnau im Zürichersee, zwei Jahre vor dem Bauernkriege, ab.

Der Humanismus endete noch vor Hütten und teilweise durch ihn; das Interessean den Alten schwand dahin vor dem neu auftauchenden an der Kirchenspaltung und ander Muttersprache. Aber noch ein drittes Element der Zeitstimmung warf jene Richtungnieder: die auf der Grenze des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts mächtig auftretendeGeltung des Individualismus. Im Altertum und im Mittelalter hatten sich die bedeutendenMänner nur als Vertreter von Gruppen, Städten, Ländern und Ständen hervorgethan;in der Neuzeit traten sie selbständig als einzelne und einzige, als scharf ausgeprägte Charaktereauf. Mit dieser Richtung war der in vergangenen Zeiten lebende Humanismus unverträglich;seine Anhänger waren nur seine Werkzeuge. Hütten, der letzte der Humanisten, war unterihnen in Deutschland der erste wahre Charakter und gab daher zu gunsten der neuen Zeit,deren Morgenröte er mit richtigem Blick erkannte, den Humanismus auf. Darum sind auchschon seine lateinischen Werke scharfe Ausprägungen seines Ich, seiner Erlebnisse und seinerParteistellung, welche gegen die Fürsten, gegen die Zopfgelehrten und gegen Rom gerichtet war.

Die Humanisten, soweit sie noch lebten, traten, grollend der neuen Zeit, die sie nichtbegriffen, vom Schauplatze ab, zersplitterten sich und wurden vergessen; die Männer des Deutsch-tums und der Reform traten an ihre Stelle.

Maximilian Unterricht empfangend.

Faksimile eines Holzschnittes im „Wcißkunig"; illustriert von Hans Burgkmair ( 1473 — 1531 ).