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Drittes Buch. VIII. Schrifttum und Kunst am Ende des Mittelalters.
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Erste Seite der ältesten Handschrift des Rechtsbuches Kaiser Ludwigs des Baiern; 1340.
München, königl. Hof- und Staatsbibliothek.
Dem Humanismus aber wegen seiner einseitigen Pflege der toten Sprachen und seinerAbneigung gegen die deutsche Zunge zu zürnen, wäre ungerecht. Während einer Epoche,in welcher die deutsche Sprache ihre schöne Blüte in den Zeiten der Stanfer vergessen hatteund nun in absichtlosen Karikaturen der nationalen und der höfischen Poesie verroht war,pflanzten die antikisierenden Dichter in fremden Zungen eine Eleganz des Ausdruckes und derForm, welche der Muttersprache trefflich zu statten kam, obschon sie nur langsam und mitabwechselndem Gelingen und Mißlingen Nutzen daraus ziehen konnte.