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Erster Band.
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450 Drittes Buch. VIII. Schrifttum und Kunst am Ende des Mittelalters.

denen sie angehörten, festigten ihr Standesbewnsztsein und ihren körperschaftlichen Zusammen-hang bedeutend. Später machten sie sich auch von den Zünften unabhängig und bildeten eineOrganisation, die weit über das stets engherziger werdende Zunftwesen hinausging und einenhohen Ideenflug nahm, der nahe an kosmopolitische Weitherzigkeit streifte. Dies war dieBauhütte/die große Verbindung der deutschen Steinmetzen, deren Wandern von einer Hüttezur andern nicht wenig zur Verbreitung des gotischen Kunstideals beigetragen hat.

Die einzelnen Steinmetzenvereine versammelten sich Wohl früher in den bei den Kirchen-bauten errichteten Bretterhütten (engl. Ioäxs8, Logen, vom althochdeutschen lonch'a, Laube) und

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Steinmetzen.

Faksimile eines Holzschnittes nach Albrecht Diirers Zeichnung, um 1510, aus Maximilians I. „Ehrenpforte",den Kaiser unter seinen Bauleuten darstellend.

hießen daher Bauhütten. Die Mitglieder nannten sich Brüder und ihren über ganz Deutsch-land ausgedehnten Bund die Brüderschaft. Dieselbe hielt „Tage" ab, welche sich bald da balddort versammelten und im Jahre 1459 zu Speier, Straßburg und Regensburg auf Grundder alten Gewohnheiten des Handwerks eine „Ordnung und Vereinigung gemeiner Brüderschaftdes Steinwerks und der Steinmetzen" erließen; nachdem dieselbe in Basel und Straßbnrg 1497und 1498 Verbesserungen erfahren hatte, erhielt sie die kaiserliche Bestätigung Maximilians.Zusammen hießen diese Urkunden das „Bruderbuch." Eine besondere Ordnung stellten imJahre 1462 die sächsischen Bauleute auf einem Tage in Torgau auf. Jede Bauhütte gliedertesich in Meister, Parlierer und Gesellen mit einem Werkmeister an der Spitze. Die Inhaberdieses Amtes der Bauhütten zu Straßbnrg, Köln und Wien standen drei großen Kreisen, in die