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Erster Band.
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468 Drittes Buch. IX. Das Reich und die Ausbreitung der deutschen Kultur.

Sieg brachten. ^Seitdem war die Unabhängigkeit der Schweiz eine Thatsache. Dadurch wurdedie bereits seit längerer Zeit nur noch formelle Verbindung des italienischen Südens mit demNorden des alten Reiches vollständig verloren. Denn die Schweiz trennte Deutschland vonItalien, soweit ersteres nicht an die sogenannte Republik, das heißt an die Besitzungen desAdels von Venedig stieß, der die Oberhoheit des Reiches niemals anerkannt hatte.

Aber auch sonst hatte Maximilian mit feindseligen Gewalten zu kämpfen. Die Eifer-sucht, mit welcher König und Reichsstände ihre beiderseitigen Rechte gegeneinander hüteten, warzu einem förmlichen Bruche ausgeartet; es herrschte völlige Anarchie im Reiche. Durch einen

Beschießung und Erstürmung einer Stadt durch die Truppen Maximilians I.Faksimile aus dem Holzschnittwerk der großen Ehrenpforte Maximilians von Albrecht Dürer.

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Sieg über die aufständischen Fürsten Baierns und der Pfalz stellte Maximilian sein Ansehenwieder her. Die kaiserliche Macht fand wieder Verehrer; es wurde eine Druckschrift verbreitet,welche in religiös begeisterter Sprache den König vor den Franzosen warnte, die sich desPapst- und Kaisertums bemächtigen wollten. Auf dem Reichstage zu Konstanz im Jahre 1567,auf dem auch die Eidgenossen wieder erschienen, glaubte Deutschland den alten Ruhm seinesNamens noch einmal aufleben zu sehen. Alle Stände, auch die Schweizer, versprachen Beteiligungam Römerznge, der nun einmal, in Verbindung mit dem Wunsche, die Franzosen aus Italienzu vertreiben, des Königs Lieblingsidee war. Er beschenkte die Schweizer reich, verhießihnen, wenn sie wieder treue Reichsglieder sein wollten, stets ein guter Eidgenosse zu sein,und sprach sie von allen fremden Gerichten los.

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