Verminderung der Reichsstädte. Kulturfortschritte im Osten.
471
L!!!! dIWI
WDMDUK-'I
/ ''fW
WRNLWWWMS
WWW^NMsEMWD
^MWN^MW jW » MAS
«»M
!»«»»«>
I!»W!»M«M!>>»
i»«M«!
ZSUZSLS
MS
2LÄ
l-LS!
ßMML
SMK
!7^K
«M»
>i-U«
N«i
VM
«L
MW
MMM
W^W
UM8
Eine Sitzung, wahrscheinlich die erste, des schwäbischen Kreises, Anfang des 1U. Jahrhunderts.
Gemälde in der k. k. Ambraser Sammlung.
Der Ort der Sitzung ist der Rathaussaal zu Ulm oder Eßlingen. Der schwäbische Kreis war der dritte der von Maximilian I.errichteten zehn Landfriedentzkreise. Die Kreistage verhandelten über Landesangelegenheiten, Matrikel, Zoll, Münzwesen u. dgl.Außer dem speziellen gegenständlichen und historischen hat das Bild noch hervorragendes Interesse hinsichtlich des Kostümes und derHeraldik, denn jede der beratenden 41 Personen ist durch ihr beigemaltes Wappen illustriert, darüber Schriftzettel mit den Namen.Den Vorsitz der Versammlung führt der Herzog von Würtemberg (allerdings nicht gekennzeichnet); zu seiner Linken der Bischof vonAugsburg, zu seiner Rechten der Bischof von Konstanz. Neben letzterem der Herzog von Schiltach, dessen Geschlecht aber um die Zeitdieses Bildes schon erloschen war, der also nur aus irgend welchem Nebengrunde in das Bild mit aufgenommen worden sein kann;dasselbe gilt auch von dem neben dem Bischof von Augsburg sitzenden Herzog zu Deck. Zu beiden Seiten folgen nun die Vertreterdes hohen Adels, darauf je ein „Junker", dann die „Herren". Neben dem Herzog von Schiltach der Graf zu Öttingen, und dann derReihe folgend: Markgraf von Baden, Graf von Zollern, Graf von Kirchberg, Graf von Hohenlohe, Graf von Hohenberg, Graf zuFürsteuberg, Junker Walter von Geroldsegg, Herr Hans von Zimmern, Herr Gebhart von Nechberg, Herr Stefan von Gundelfingen,Herr Heinrich von Rechberg. Hierauf zwei Wappen, ohne daß Personen dazu gemalt wären: Herr Hans von Bodmann und HerrSiegfried von Zulnhart.. Dann Herr Georg von Wöllwarth, Herr Ulrich Speth, Herr Konrad von Stamheim, Herr Friedrich Sturm-feder (mit zwei Streitäxten im Wappen), Herr Hans von Freiberg, Kaspar von Klingenberg, Ulrich von Stein, Friedrich vonSperberseck; Diepolt «peth, Hans Sturmfeder, Baschio von Gültlingen, Wernher von Nothaft, Herr Albrecht von Nechberg, HerrSchweikhart von Gundelfingen, Herr Georg von Nechberg. An der entgegengesetzten Seite neben dem Herzog zu Teck der Abt zuElwangen, Graf Friedrich zu Helfenstein, Graf von Nellenberg, Gras Rudolf von Sulz, Graf von Werdenberg, noch ein Graf Rudolfvon Sulz, Graf von Eberstein, Graf von Löwenstein, endlich Junker von Lupfen. — Die Wappenscheiben im Fenster der Rückwandenthalten von rechts nach links die Wappen von Hohenzollern, des Reiches, Schwaben, Teck. Die vier neben dem Armleuchter an derDecke hängenden Wappen von rechts nach links: Würtemberg, Baiern, Mailand, Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern.
(Nach v. Hartmann-Franzenshuld.)