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Zweiter Band.
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Viertes Buch. IV. Die Gegenreformation.

Hauptmann Henning Brabant, der im Jahre 1604 als Führer einer demokratischen Be-wegung gegen das Patriziat und zugleich als Calvinist zu Tode gemartert und mit ausgesuchterGrausamkeit, unter fortwährenden lutherischen Bekehrungsversuchen, förmlich abgeschlachtet wurde;sechs seiner Genossen folgten ihm im Tode.

Seit die Anhänger des Reformationswerkes unter sich in feindliche Parteien zerrissen waren,begannen die Gegner desselben, im Widerspruch mit den Bestimmungen des Religionsfriedens,sich „Katholiken" zu nennen. Die unter sich zerfallenen Protestanten, obschon sie auf dieseBenennung als die der allgemeinen Christenheit nie verzichtet hatten, mußten es geschehen lassen.

Um den wiederhergestellten Katholizismus noch mehr zu stärken, sandte der Papst Nuntienzu dauernder Residenz nach Köln, Prag und Graz. Auch die von Gregor XIII. im Jahre1582 eingeführte neue Zeitrechnung hatte vorzugsweise einen politisch-kirchlichen Zweck. InDeutschland, namentlich unter den Bauern, erregte dieselbe viel böses Blut. Die Protestantenverweigerten die Annahme des „päpstlichen Kalenders" und sahen böswillige Absichten dahinter,besonders da der Kaiser ohne Befragung des Reichstages die Neuerung anbefahl. Viel schärferals der Gottesdienst, hat der verschiedene Kalender von da an Deutschland in zwei Lager ge-trennt und dazu beigetragen, daß der Inhalt der ohnehin schon hinlänglich heftigen zahllosenStreitschriften, welche sie gegeneinander schleuderten, noch schärfer und gehässiger wurde.

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Die Fahne von Böhmen.

Faksimile eines Holzschnittes in Jakob Köbels Fahnenbuch, Nördlingen 1S40.