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Glaubens- und Hexenderfolgung. Staatsverwaltung.
sämtliche Frauen bis auf zwei,alle wegen „Zauberei", verbrannt.Im Kurfürstentum Mainz wurdeder eigentliche Hexenprozeß 1570eingeführt und in den Jahren 1590bis 1600 auf sogenannte Hexenförmliche Jagd gemacht. Im Kur-fürstentum Köln ließ Prinz Ernst(S. 49) Professoren, Juristen undKanoniker, siebzig Zöglinge desPriesterseminars, viele Studenten,Edelknaben und Kinder, und untervielen Frauen auch die schönste undzüchtigste Jungfrau der Stadt, einePflegetochter des Erzbischofs Geb-hard, als Hexen verbrennen. InBaden-Baden nahmen die Hexen-prozesse gerade mit dem Einzügeder Jesuiten und dem Regierungs-antritte des Markgrafen Philipp(S. 48) überhand. In Lothringenließ der Richter Nikolaus Remigiuswährend der Zeit von 1579—1595etwa achthundert Hexen verbrennen.Auch in den Bistümern Bambergund Würzburg und in der Fürst-abtei Fulda war die Verfolgungbesonders grausam. Dieses Wütendauerte bis in den dreißigjährigenKrieg hinein. Als dann die Glau-bensverfolgung auch in protestan-tischen Ländern Eingang fand(S. 54 f.) hielt auch hier die Hexen-vertilgung mit ihr Schritt, undzwar besonders in dem Geltungs-bereiche der Konkordienformel(S. 55). Außer Carpzov (S. 67),der Sachsen mit Hexenbrändenheimsuchte, that sich Herzog Hein-rich Julius von Braunschweig(1589—1619) als fanatischerHexenrichter hervor. Unter denReichsstädten wüteteNördlingen seit1590 besonders arg gegen die Un-glücklichen. Hamburg führte erstim Jahre 1603 den Hexenprozeßein, übertrieb ihn aber nicht. IndenübrigenReichsstädten,inNassau,Hessen und Württemberg beganneine stärkere Hexenhetze erst zur Zeitdes dreißigjährigen Krieges. Ver-hältnismäßig am mildesten wurde
vüzulaciniina
Glück it!-
Ein Bergwerk im 16. Jahrhundert (S. 70 und 71).Darstellungen aus dem Silberbergwerk Leberthal in den Vogefen: die Berg-mannsarbeiten von der Auffindung mittels der „Glncksruthe" bis zur Abfuhrdes gewonnenen Metalles. Holzschnitte in Sebastian Münsters Kosmographie;Basel 1öL0.