Band 
Zweiter Band.
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Der Hosenteufel.

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So recht ein Bild der damaligenZerfahrenheit auf allen Gebietendes Lebens war diese Mode.

Gegen Ende des Jahrhundertsfand eine an Häßlichkeit mit denPluderhosen wetteifernde Modeaus Frankreich her Eingang, näm-lich die des kantig ausgepolsterten„Gänsebauchs" (S. 50 ff.), gegenwelche ebenfalls gepredigt wurde.

Die Farben der Kleidung warenmeistens bunt. Fürsten pflegtenroten oder violetten, reich gewirktenund gestickten Atlas mit kostbarenPelzbesätzen zu tragen. Der Adelkleidete sich meist rot; der Bürger-stand aber schwarz oder braun, dieGelehrten nur schwarz. KostbareStoffe, wie Samt und Seide, kamensogar bei unbemittelten Leutenimmer mehr in Anwendung.

Es gab damals Modenarren,deren Leben in der Gestaltung ihrer

Hochzeitstänzer.

Aus der Kupferstichseris von Heinrich Aldegrevcr.

Originalgröße Faksimiles.

Tracht beinahe gänzlich aufging; soMatthäus Schwarz in Augsburg, dersich in allen seinen Kleidungen bis insein Greisenalter in 140 Bildernmalen ließ und sich sogar in stutzer-haften Traueranzügen gefiel. Das-selbe hatte schon seinVater gethan, derauch ein Werk mit etwa hundert Trach-tenbildern seiner Familie herausgab.

Während die Neigung vorherrschte,das Haar kurz zu schneiden, tratdagegen der Bart wieder in seineRechte; er verbreitete sich im Laufedes sechzehnten Jahrhunderts immermehr und wurde sogar unter denGeistlichen beider Bekenntnisse, biszum Papste hinauf, angetroffen, zeigteaber am Ende des Jahrhundertseine Vorliebe zur Beschränkung aufSchnurr- und Zwickelbart.