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Zweiter Band.
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Viertes Buch. VI. Sitten, Tracht und Kunstgewerbe.

köstlich geschnittene Schachfiguren — alles ist in den kunstvoll ineinander geordneten Kastenund Kästchen des „pommerschen Kunstschrankes" enthalten. Die einzelnen Geräte, die Flächender Schubladen, die Innen- und Außenseiten der Schrankwände und Thüren sind mit Orna-menten und bildlichen Darstellungen bedeckt, die im Zeitgeschmäcke der allegorischen Bedeutsamkeit

Prunkschild; Augsburger Arbeit vorn Jahre 1SSS. Madrid, Zeughaus.

Laut Inschrift von Des. Colman „kaiserl. Majestät Harnischmacher" in Augsburg ausgeführt. Die vier Hauptgruppen stellen allegorischden Krieg, den Frieden, die Weisheit und die Stärke dar.

erfunden und in zierlichster Weise unter Mitwirkung aller Zweige der Kunst ausgeführt sind.Der Schöpfer dieses Schrankes war Philipp Hainhofer aus Augsburg (1578—1647), ein vor-nehmer Mann, der von Fürsten und Königen als diplomatischer Vertreter benutzt wurde. AusLiebhaberei konstruierte er solche „Kabinette" und ließ sie unter seiner Leitung von den hervor-ragendsten Künstlern und Kunsthandwerkern aller Berufsarten ausführen. Herzog Philipp II.bestellte den Schrank im Jahre 1612. Die Fertigstellung schleppte sich hin, denn Hainhofer