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Viertes Buch. IX. Das dreißigjährige Kriegseleud.
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Allerdings hatte Gustav Adolf seine politischen Pläne, die ihn zum Einschreiten in Deutsch-land ebenso sehr bewogen, als das Mitgefühl für seine Glaubensgenossen. Ihm handelte es sichin dem Kampfe um die Beherrschung der Ostsee gegen die kaiserlichen und Wallensteins Ab-sichten auf dieselbe. Das Haus Habsburg hätte besser gethan, für Deutschlands Glück und
Frieden zu sorgen, als
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zu fassen, deren Ver-folgung im Vereine mitdem Einfluß der Be-ziehungen zu Spaniennur zur Vernichtungaller Glaubensfreiheitin Europaführen konnte.
Gustav Adolfs Ein-greifen war für ihnebenso eine Notwehr,wie es die Annahmeseiner Hilfe für die deut-schen Protestanten war.
Der schwedische Kö-nig hat auf die Ent-wickelung des Kriegs-wesens seiner Zeit diebedeutsamste Einwir-kung genommen. Erverbesserte die Taktik,die er beweglicher, we-niger schwerfällig ge-staltete, und die Waffen,die unter ihm leichterund handlicher wurden;auch begann er mit derEinführung von An-fängen einer militäri-schen Uniform. Er sorgtefür gute Verpflegungder Mannschaft, hieltauf strenge Kriegszuchtund soweit auf Huma-nität, als es damalsim Kriege möglich war.Er strebte danach, einVolksheer an Stelleder Söldnertruppen zusetzen, wenn er auchletztere noch nicht ent-behren konnte.
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Beider Anwerbung
der Mannschaften ging es im wesentlichen immer noch so zu wie in den Zeiten der Landsknechte(S. 153). Aus allen möglichen europäischen Nationen setzten sie sich zusammen; in WallensteinsHeere schwirrten zu Zeiten zehn verschiedene Sprachen durcheinander. Den Geworbenen wurdeein Handgeld ausgezahlt und Proviant verabreicht; für ihren Dienst wurde ein Sold festgesetzt,