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Zweiter Band.
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174 Viertes Buch. IX. Das dreißigjährige Kriegselend.

Fortschritte machte. Es handelte sich nur noch darum, welcher deutsche Staat außerhalb Öster-reichs die größte Macht zu erlangen wußte, und die durch den Gang der politischen Ent-wickelung des Reiches bedingte Teilung desselben, welche in den inneren Kämpfen oft genuggedroht hatte, wurde eine Thatsache.

In der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts gab ein deutscher Fürst auf jeneFrage die klare Antwort — es war der Große Kurfürst von Brandenburg. Der Zugder Zeit nach Erhebung der fürstlichen Gewalt über die „Stände", welche ihre Rechte undFreiheiten nicht zu bewahren gewußt und sie daher durch ihre Gleichgültigkeit verscherzt hatten,nahm nun in Deutschland zweierlei Gestalt an: Österreich stützte sich auf den Hof und dieKirche, Brandenburg-Preußen auf das Heer und das Volk.

Medaille von Kurfürst Georg Wilhelm mit seinem Sohne, dem späteren Großen Kurfürsten, als Kurprinz.Silber. Originalgröße. Umschrift in Majuskeln in zwei konzentrischen Kreisen: Vorderseite: Namen gnoä stnxeat vsl xrison

noster ackoret ngnis. Im Felde der Kurfürst und der Kurprinz, gepanzert in einer offenen Halle vor einem Tische stehend. Rückseite:llUIis ogo nnisolnm traoguwn Nornssia pavero, rar» äivornia luunvrs naeta eolor. Im Felde: Landkartenartige Darstellung einesTeils von Ostpreußen, das Frische Haff mit Königsberg und anderen Städten. Born sitzt auf Waffen die Friedensgöttin. Aus einemKanonenrohre steht die Jahreszahl ISSg, aus einem anderen 8 o, die Anfangsbuchstaben von dem Namen des StempelschneidersS. Dadler. (Jnl. Friedlaender.) Berlin, Königl. Münzkabinett.