Band 
Zweiter Band.
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Land- und Forstwirtschaft; Statistik; Kartographie; Buchdruckerkunst im 18 . Jahrh. Z49

Die deutsche Kartographie hatte schon früher durch Johann Baptist Homann (1664 bis1724) in Nürnberg Verbesserungen erhalten. Die erste einigermaßen brauchbare Karte derSchweiz lieferte der als Geolog erwähnte Scheuchzer, der zuerst Alpenhöhen mit physikalischenInstrumenten erforschte. Leider wurden damals kartographische Darstellungen der Länder selbstvon aufgeklärten Fürsten aus militärischen Gründen geheim gehalten; Privaten wurden Auf-nahmen nur unter schwierigen Bedingungen gestattet. Noch im Jahre 1764 wurden die Platteneiner Karte der Burggrafschaft Nürnberg vernichtet!

Die Buchdruckerkunst hatte im siebzehnten Jahrhundert entschiedene Rückschritte gemacht;der dreißigjährige Krieg und seine Folgen hatten kein anderes Ergebnis liefern können; lagdoch die Litteratur damals so sehr danieder! Im achtzehnten Jahrhundert aber ermannte siesich wieder. In der Zeit der „Aufklärung" war die gotische oder sogenannte Möuchsschrift,welche rein historisch betrachtet mit Unrecht eine deutsche genannt wird, in Gefahr, durch dielateinische Schrift, deren sich alle übrigen Völker Europas, mit Ausnahme der Ostslaven undGriechen, bedienen, verdrängt zu werden. Aber der Buchdrucker Jmmanuel Breitkops inLeipzig hielt sie aufrecht; er verbesserte den Schnitt ihrer Zeichen, wie auch den Notendruck;Landkarten und sogar Bilder wurden als Beweise besonderer Geschicklichkeit in seiner Offizinmit Typen gesetzt.

Faksimile der Radierung von Salomon Geßner. Originalgröße.