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absichtlich für eine Ordnung der Dinge gebildet, in der wir nichtgeboren waren, für einen Zweck, der sich unserem Geiste nie-mals darbieten konnte, für eine politische Bestimmung, diewir uns zuletzt gegeben haben, nicht weil sie unseren Sittenund unserem Charakter zusagte, sondern weil sie mehr oderminder für Alle nothwendig geworden.

„In der That, was wurde seit langer Zeit anderes auf denLehrstühlen vorgetragen, als die übelangebrachten und gefähr-lichen Beispiele von einigen Republiken und Heroen der Vergan-genheit, denen wir uns nur mittelst unziemlicher und grausamerParodien zu nähern vermochten? Der der nationalen Gesin-nung fast völlig beraubte Franzose flüchtete in die Erinnerun-gen des Alterthums, und überließ sich rückhaltslos dem wun-derlichen Projekte der Träger des Unterrichtes, indem er einehistorische Erziehung empfing, die auf Ideen und Gefühlen,wie sie für andere Zeiten, andere Orte, andere Regierungen,andere Menschen geeignet waren, beruhte.

„Wir erhielten die Erziehung, d. h. das gesellschaft-liche Leben, im Namen der Griechen und Römer,die mit uns Nichts gemein hatten. Man dachte gar nichtdaran, daß die meisten dieser glänzenden Thaten, .deren An-denken ihre Annalen verewigt, unverträglich mit der ausge-bildeten Moral der modernen Gesellschaft, in den Augen derVernunft und der Humanität weiter Nichts als verabscheu-ungswürdige Verbrechen sind, und daß manche von denHalbgöttern unserer Kollegien mit Recht den Strick oder dasSchaffet verdient hätten. Eine blinde Begeisterung, eine falscheund unselige Nachahmung, die nur zu oft an die aparchischeVolksschmeichelei der Graccchen, an den grausamen EhrgeizCäsars, die Verzweiflung Cato's und den Vatermord desBrutus erinnerte!"

Auch anderswo und mit nicht geringerem Nachdrucke wälzter auf die Collegialerziehung die Verantwortlichkeit, nicht blos

1) 8ouv. äu Ooiwulst ete.Gaume, Revolution, i.

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