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Sechstes Kapitel.
Die Revolution und das souveräne Volk.
Apotheose des Volkes im Namen der Griechen und Römer —Personisicirt im Herkules — Bekleidet mit der gesetzgebenden Ge-walt: Parlamentarische Versammlung, Jakobinerklubb — Bekleidetmit der Executivgewalt: Erstürmung der Bastille — Das Volk ent-schuldigt und beglückwünscht, weil es die schönen Tage von Athen undRom wiederum erneut hat.
Das Volk wird zum Könige, zum Gott erklärt, alleStimme» preise» es in dieser Würde, aus allen Weihrauch-fässern dampft ihm der Wohlgeruch ihres aromatischen Gehal-tes entgegen: man konnte glauben, es wolle sich berauschenin seiner Macht. Nur bei den Demagogen des alten Griechen-lands, bei den Tribunen oder den ehrgeizigen Kandidaten desalten Roms findet sich ein Beispiel solcher unsinnigen und ver-dammungswürdigen Schmeicheleien. Auch damals fand eineAnbetung des Volkes statt, und Cicero belehrt uns, daß mandiesem Collectivkönig, diesem Gotte in Lumpen Menschenopferversprach, um seine Gunst zu erlangen. Wie die Meister, sodie Schüler.
Durch das Organ der modernen Heiden spricht die Revo-lution zum Volke: „Du bist die einzige Autorität, die keinesGrundes zur Rechtfertigung ihrer Handlungen bedarf. AlleMacht entfließt wesentlich aus dir; du bist die Vernunft, dubist die Weisheit, du bist die Kraft, du bist das Gesetz, dubist Gott; es gibt keinen anderen Gott außer dir. 0
1) „Es gibt ein Princip, welches als Führer bei allen diesen Dis-kussionen dienen muß; dies Princip bestand vor unseren Dekreten,allein unsere Dekrete haben diesem Principe eine feierliche Aner-kennung werde» lassen. Jegliche Autorität ruht im Volke;