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Volk einen jeden Priester, der es wagen würde, den Verkaufoder die Requisition der Güter des ci-äsvsnt Klerus für unge-recht zu erklären, zu einer Galeerenstrafe von zehn Jahren. ')
In Folge dessen sieht man tagtäglich hintereinander Mu-nicipaldeputationen vor den Schranken des Conventes erschei-nen, um das aus ihren Kirchen geraubte Gut auf den Altardes Vaterlandes niederzulegen.
Die Gemeinde Meaux bringt 1114 Mark und zwei UnzenSilbers, dessen sie, wie sie sagt, die unnützen Götterihres Bezirkes entkleidet hat.
Die Gemeinde Bercy bietet dem Vaterlands das Sil-bergeräthe ihrer armen Kirche an.
Die Gemeinde Nemours schleppt drei mit Gold, Silber,Granaten und Edelsteinen gefüllte Kasten herbei, welchenSchatz sie bei einem philosophischen Einbrüche in dieKirchen ihres Territoriums erbeutet hat.
Der Wortführer der Verwaltungsbehörden der Invalidenl sagt: „Hier bringen wir Euch das Fell der Heuchelei und! die Kinderklappern des Aberglaubens. Der Aberglaube besaßt wirklich etwas Gutes und Reelles, nämlich das Gold und! Silber, mit dem er sein häßliches Bild überzog, und das wirj an dem Fuße des Altares des Vaterlandes niederlegen, wahr-- hastig nicht, um Seelen, sondern um die Republik zu retten,
, und die Herrschaft der Vernunft und Freiheit zu befestigen."
Die Gemeinde Sevres (Seine und Oise) rühmte denSilberreichthum ihrer Kirche also: „Man wird den einge-^ bildeten Göttern keine Menschenopfer mehr bringen. Derrepublikanische Gott, das ist die Freiheit: Es lebe dieEine und untheilbare Republik!"
1) Am 7. Vend. des Jahres II. — Daher stammt das Wort eineswackeren Pächters, der, nachdem er einer Dame, deren Land er be-baute, von seinem unter der Herrschaft des Conventes erduldetenUnglücke berichtet hatte, seine Erzählung also schloß: „Mit EinemWorte, meine gute Dame, ich ward verfolgt wie eine Kirche."Memoiren der Revolution, S. 313.