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Achtes Kapitel.

Die Revolution und das Christenthum.

, (Fortsetzung.)

Krieg den Personen — Die jeglicher Verbrechen angeklagten,verfolgten und wie in den Zeiten der Römer geschlachteten Priester— Allgemeiner Krieg dem Christenthum — Aufforderung zurEmpörung gegen Gott - Anacharsis Clovtz — Im Namen desAlterthums ergangene Einladung a» den Papst, das Christenthumzu vernichten und die römische Nepubiik wiederum herzustellen — Ab-schaffung der Autorität des Papstes in Rom, Herstellung der römi-schen. Republik — Letztes Wort der Revolution bei ihrem Werke derreligiösen Vernichtung.

Nachdem der neue Gott die Unterthanen Jesu Christiihres Eides der Treue entbunden und ihnen verboten hatte,einen solchen in Zukunft wiederum abzulegen, zwingt er sie,ihm selbst den Eid der Treue zu schwören, nicht allein imbürgerlichen, sondern auch im geistlichen Stande.

Mit der Fülle seiner Autorität schafft er ein Religions-system, eine nationale Religion. Unter einem christlichenSchleier birgt er die Apotheose des Menschen. Indem dieRevolution die Sichel an ein Feld legt, das nicht ihr eigenesist, beginnt sie mit der Umwälzung der hierarchischen Ord-nung. Nach dem Entwürfe des Bois Landri, eines Pa-riser Kaufmannes, ändert sie die Namen und die Grenzender Diöcesen,*) indem sie einen Theil derselben aufhebt,neue gründet, Bischöfe ernennt und zu diesen spricht: „Ichverbiete euch, sowie einer jeden Kirche oder Pfarrkirche inFrankreich und allen französischen Bürgern, in keinemFalle und unter keinem Verwände die Autorität eines gewöhn-lichen oder Metropolitanbischofes, dessen Sitz unter der Herr-

1) Am 18. Juli 1790.