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vom Christenthum« geraubte Freiheit wieder zu-rückzugeben: alles dies im Namen der Natur und deralten Römer.
„Ihr Völker!" ruft sie, „die Tyrannen, welche die Seelenunterdrückt hatten, hatten euch in eueren eigenen Augen her-abgewürdigt; nehmt den Gedanken euercr Würde wieder aus.Das Gesetz allein kann euch befehlen; ihr seid die Gesetz-geber, denn das Princip einer jeden Souveräne-tät ruht wesentlich in euch. Kein Mensch ist euerOberer, weil ihr euch selbst mit der Ausführungdes allgemeinen Willens beauftragt habt.
„Höret die große Nation, die zu euch spricht: DieMenschen sind von ihrer Geburt an frei. Die socialenUnterschiede können nur auf die gemeinschaftliche Nützlichkeitsich gründen, und nur der gemeinschaftliche Wille» hatdas Recht, sie einzuführen. O Mensch, unter welchem Klimadu auch athmest, welches auch deine Meinungen, deine Vor-urtheile, deine Lehrer sein mögen: dies sind deine Rechte.Sie sind ebenso alt als die Zeit, ebenso heilig als dieMenschheit, ebenso dauernd als die Natur. Das mensch-liche Geschlecht hatte sie verloren, Frankreich bringtsie durch das Organ seiner Vertreter wiederum zur Geltung."
Demgemäß erklärt sich einer der glühendsten Demagogenzum Apostel der revolutionären Idee, und nennt sich den Red-ner des Menschen geschlechtes. Es ist dies AnacharsisClootz, der Verfasser des Werkes von der allgemeinenRepublik und der Nichtigkeit aller Religionen. Am19. Juni 1790 erscheint er an der Spitze einer Deputationdes Menschengeschlechtes vor den Schranke» der Ver-sammlung. Der Präsident, Hr. v. Menou, thut sein Erscheinenfeierlich kund, und sagt, die Deputation bestehe aus Englän-
1) Larrere, Ltrenrie8 au xeuxle, 1790. — Man findet in dem Mo-niteur und in den anderen Tagesblättern aus jener Zeit hundertin demselben Geiste abgefaßte Artikel.
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