116
dern, Preußen, Sicilianern, Holländern, Russen, Spaniern,Schweizern, Italienern, Jndiern, Türken, Arabern, Chaldäernu. s. w., Jeglicher in seinem Nationalcostüm.
Anacharfis ergreift das Wort und spricht: „Die Bür-gerfeier vom 14. Juli wird nicht allein ein Fest für dieFranzose», sorldern außerdem auch noch ein Fest für das ganzeMenschengeschlecht sein. Die Trompete, welche die Auf-erstehung eines große» Volkes nach allen vierWeltgegenden verkündet, und die fröhlichen Gesängeeines Chores von fünfundzwanzig Millionen freien Männernhaben die in einer langen Sklaverei schlafenden Völkerauferweckt.... Es ist uns ein großer Gedanke gekommen,und würden wir wohl zu sagen wagen dürfen, daß er dieVollkommenheit der Feier des großen Nationaltages herstellenwird?
„Eine Anzahl von Fremden aus allen Gegenden der Erdeverlangen, sich auf dem Marsfelde aufstellen zu dürfen, unddie rothe Mütze, die sie mit Entzücke» aufsetzen werden, wirddie Bürgschaft der baldigen Befreiung ihrer unglücklichenBruder sein. Ihr werdet in euerem Zuge freie Männersehen, deren Vaterland noch in Fesseln schmachtet,eines Tages aber durch den Einfluß eueres unerschütterlichenMuthes und euerer philosophischen Gesetze frei sein wird.
„Niemals trug eine Gesandtschaft einen heiligeren Cha-rakter. Unsere Beglaubigungsschreiben sind nicht auf Perga-ment abgefaßt, aber unsere Mission ist in unauslöschlichenZügen in das Herz aller Menschen eingegraben, und, Dankden Verfassern der Deklaration der Menschenrechte, werdendiese Buchstaben auch den Tyrannen nicht mehr unverständ-lich sein.... Welche Lehre für die Despoten! Welcher Trostfür die unglücklichen Völker, wann wir sie belehren werden,daß die erste Nation Europa's uns das Signal fürdas Glück Frankreichs und seiner beiden Welten gegeben hat." ')
1> Moniteur, B. I. Nr. 172.