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räther kommt, muß weggeworfen werden. Als die Römer sichvon dem Joche der Tyrannen befreiten, schickte Brutus dasGold des Tarquinius und dessen Tochter in das Lager desPorsenna." ')
Auch das Volk betet den Brutus an. Es betetihn an im Theater, in den Straßen, in der Kirche und beiseinen religiösen Festen. Der Bewunderung, welche Voltaireim Colleg für diese klassische Persönlichkeit gefaßt hatte, suchteer in seinem Trauerspiele „Brutus" einen Ausdruck zugeben, und dieses Stück ward beständig auf allen Theaternzur Ausführung gebracht. Mehr als irgend ein anderes hatgerade es dazu beigetragen, die königsmörderische Gesinnungzu wecken.
„Und auch ich," ruft Einer der Zuschauer aus, „willvon Brutus reden, denn dies ist ein Bedürfniß mei-ner Seele. Der Zudrang war ungeheuer. Indem ich michhalb erdrücken ließ, um ein Billet zu erhalten, bewunderteich den edlen Eifer, der die Demokraten zu Brutus drängte...Beim Eintritte in den Saal will sich Jedermann nur nebeneinen ächten Demokraten setzen. So setzt Euch nur ohne Zau-dern, Brüder; das Parterre ist noch frei. Der Vorhangwird aufgezogen:
Vernicht» der Tyrannen, die Ihr als Herrscher nurDes Numa Götter, Eure Tugend und Gesetz verehrt,
Der Feind beginnt, bekannt mit uns zu werden.
Tarquinius hat durch seinen tollen FrevelUns wieder zugestellt, was unsers Rechtes ist. ?)
1) Monit. v. 29. Aug. 1792.