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„man strebt darnach, die Republik aufzulösen; allein wir habengeschworen, als freie Männer zu sterben; ich bewohne dieHöhen;') diese Stelle wird, wenn man sie angreift, einzweiter Paß der Thermvpylen werden. Hier werdenSpartaner zu sterben wissen; allein durch ihren Tod wer-den ste die Freiheit retten."

Julien wird mit Beifall überhäuft und die Versammlungbeschließt, ste wolle ohne Verzug und ohne Appellation richten.

Soll der König vernommen werden? Der Convent be-schließt, der König solle vor die Schranken des Hauses ge-laden werden, um die Anklageacte zu vernehme», seine Ver-theidiger aber sollen erst »ach erfolgte m Urtheilssprnchgehört werden. Dieser blutgierige Vorschlag Dantons wardindessen bekämpft, und zwar auch wieder im Namen desBrutus und der Römer. „Mehrere Anträge," sagt Manuel,„bezwecken, Euere Entscheidung so zu übereilen, daß Lud-wig XVI. nicht mehr gehört werden kann. Zwar brachteauch Brutus den Cäsar ohne weiteres processua-lisches Verfahren um's Leben; allein er ermor-dete ihn vor dem versammelten Senate. WäreCäsar im Gefängnisse gewesen, so würde der großmüthigeRömer sicherlich verlangt haben, daß der besiegte Feind ge-richtet würde. Ich fordere, Ludwig solle gehört werden."

Welche Strafe soll gegen ihn zur Anwendungkommen? Es kann wohl nichts Schmerzlicheres und Beleh-renderes geben, als das beispiellose Drama, dem wir nunbeiwohnen werden. Die Schriftgelehrten des achtzehnten Jahr-hunderts kennen nur das heidnische Alterthum. Für sie sinddie Römer Alles in Allem. Wenn man das Leben des Königsverlangt, so geschieht es im Namen der Römer, verlangt man

1) Die linke Seite des unter dem Namen „Berg" bekannten Amphi-theaters.

2) Am 26. Dec. 1792.

3) Moniteur v. 6. Dec. 1792.