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[1. Band.]
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1476, ermordet Oligati den Herzog von Mailand i» Anwesen-heit einer großen Menge Volkes in der Kirche des heiligenStephanus. ')

Man verhaftet ihn und verurtheilt ihn zum Tode, alleinbis zu seinem letzten Augenblicke bewahrt der junge Demo-krat seinen republikanischen Stoicismus. Nicht ein christlichesGefühl hat in dieser heidnischen Seele Raum. Der Gedankean seine Unsterblichkeit beschäftigt ihn ausschließlich undallein, und läßt ihn noch auf dem Blutgerüste die einesRömers würdigen Worte sprechen: „Muth, Hierony-mus, durch alle Jahrhunderte hindurch wird deinName in Aller Munde sein; die Todesqual istgrausam, aber kurz, während dein Ruhm ewigdauern wird." ?)

Dieser nach dem Beispiele des Brutus begangene ersteMeuchelmord der modernen Zeiten ruft den Enthusiasmus derSchriftgelehrten jener Epoche hervor. Noch besitzen wir dielateinischen Oden, in welchen sie, mit einem einstimmigen Lobejenes Musters und Vorbildes, alle edlen Herzen auffordern,seinem Beispiele zu folgen. Wir begnügen uns mit der Ci-tation des Petrus Crinitus, der in einem vielberühmten,heute aber wenig mehr bekannten Gedichte mit einem wahr-haft klassischen Enthusiasmus die Heldenthat des neuen Brutusbesingt:

1) OIiAstum psne iinbsrbein levibsimumque Läolescentsin innni speparnnäse xlorise inünversi 6ols Nontnnn8 liUersrii luäi ins-Aister, 8i veei8v l^rnnno xkNrinin in liderintein nsserensi; ssepeOsssios et 8iuto8 in soNoln inL^nis extollen8 Isuäibu«, c^uibloriL äneti pulekerriini kneti eon8Üiuln olim susoepissent.?. 4ov. Llox. Oalsseoi, x. 245.

2) OIixntu8 ipse snäNnque vssana eonstantis odstinatum nniinumin eon8pL(Nu eL?niNei8 ^ersn8, 8S8eque in ip8L moi'te eonür-innn8 dsee contuinsei ore protulit verbn i OolliAe te Lieron^me;8tsbit vetus memorla ssoti; mors quiäsin erit neeivs, seä lor-msntum drsve, sique e^U8 tsmn xerpetua. 14. iä. 246.