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sie einen donnernden Beifallssturm, und die vom Republika-^ nismus berauschte Menge athmet erst nach dem Tode der? Tyrannen und Aristokraten wieder auf.

Mitten in den Blutströmen, welche der revolutionäre Re-it publikanismus fließen läßt, schreibt Condorcet: „Diejenigen,^ welche seit einem halben Jahrhunderte dem Fortschritte ders öffentlichen Meinung zu folgen vermochten, konnten denEinfluß ermessen, den Voltaire's Tragödien auf sie geübthatten.... Seine Leugner mochten sich erinnern, wie Bru-tus ein Sklavenvolk an die stolzen Klänge derFreiheit gewöhnt und nach Verlauf von sechzigk Jahren sich noch im Niveau der französischen RevolutionE befindet." ')

E Heute spielt man fortwährend mit denselben Ideen! Die' Tausende von jungen Leuten, die sich zur Stunde in denErziehungsanstalten Europa's befinden, haben Tausende vonBüchern in Händen, aus denen sie die beredten Declamationengegen die Tyrannen und die Tyrannei, wie die nicht minderglänzenden Reden zu Gunsten des von den Patriciern unter-drückten Volkes bewundern lernen, in denen sie die über-schwänglichen Lobreden auf Brutus, der seine Söhne tödtete,und auf Brutus, der aus Liebe zur Freiheit seinen Vatermordete, lesen können; und trotz der Lehren, die uns die- Erfahrung gibt, trotz der Gegenvorstellungen der vernünftig-z sten Leute werden diese Tausende von Büchern bei der jedes-s maligen Eröffnung eines neuen Studienjahres neu verlegt-und, mit,,gelehrten Erklärungen versehen, der Jugend vonNeuem in die Hand gegeben!

„Dort ist nicht die Gefahr zu suchen," entgegnet man,„Brutus ist todt und sein Geist ist erloschen." Es mag sein;aber wäre es nicht viel vernünftiger, Allem zuvorzukommen,was sein Wiederaufleben, wenn auch nur in einer einzigen

1) B. VII. S. 364.