Vorwort.
V
legitimen Rechte, Freiheiten und Privilegien der unterenKlassen an sich zu reißen. Hierin bestanden im Allgemeinendie Mißbrauche, deren Abstellung man forderte.
Fünftens, daß die Revolution die Mißbrauche nichtbeseitigt und vernichtet, sondern nur deren Stelle versetzt hat.
Demzufolge glauben wir, daß der Despotismus derKönige und selbst Ludwig's XIV. niemals härter gewesenist, als der Despotismus der siebenhundert Könige des Con-ventes, der Triumvirn und des Direktoriums.
Auch wird man zugeben, daß die Unverschämtheitenund Bedrückungen des Adels nicht gehässiger waren, alsdie der revolutionären Proconsuln Carrier, Schneider,Bo, Fröron, Löquinio und ihrer Kollegen.
Die Gefälle und Zehnten, die das Volk dem geistlichenoder weltlichen Gutsherrn zahlte, waren sie vielleicht be-lästigender, als die Requisitionen jeder Art, die Zwangs-anleihen, die progressiven Steuern, das Maximum rc., lauterDinge, welche die Revolution einführte, die stets zunehmen-den Kontributionen, die das Volk seit jener Zeit demGutsherrn „Staat" zahlt, gar nicht zu erwähnen?
Können die von dem Adel und dem Königthum ver-übten Confiscationen von Rechten, Freiheiten und Privilegienmit den Confiscationen der Revolution, die mit Einem Schlagealle Rechte, Freibriefe und Privilegien der Kunst undGewerbe treibenden Korporationen, Gemeinden und Provin-zen vernichtet, erworbene Rechte bis auf die letzte Spurvertilgt und, indem sie nur isolirte kraftlose Individua-litäten bestehen läßt, Frankreich einer omnipotenten Gewaltüberliefert, die für eine kurze Zeit Robespierre heißt, ver-glichen werden?