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[1. Band.]
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sociale Ordnung zerstört und auf ihren Trümmern eine aufdem menschlichen Willen beruhende religiöse und sociale Ord-nung aufgebaut. Für den aufmerksamen Beobachter faßtsich die ganze Geschichte des Heidenthums in die beiden Wortezusammen: Zerstören und Neugestalten. Wohlan, sofaßt sich auch die Revolution in die beiden Worte zusammen:Zerstören und Neugestalten. Wir haben gesehen, wiesie kurz nach ihrem Entstehen jede religiöse, jede sociale Au-torität, jede Auszeichnung, jedes Eigenthum, jedes Privileg,jedes nicht von ihr verliehene Recht mit einer beispiellosen Er-bitterung angreift.

Nachdem er den Boden nivellirt und, wie der antikeMensch, auf den Trümmern stehend, die er angerichtet, dasRecht erworben hat, zu sprechen: Ich allein bin groß,bemüht sich der revolutionäre Mensch, stets nach dem Vorbildedes antiken Menschen, eine religiöse und sociale Ordnung, inwelcher er Alles sein will, wie Gott in der Welt Alles ist, zuschaffen.

Betrachten wir ihn zuerst, wie er seine Religion einrichtet.Wie der antike Mensch Jupiter und die Metempsychose ausrief,obgleich er in der Praxis des Herrschers im Olymp und derSeelenwanderung spottete, decretirt der revolutionäre Menschum der Form willen das höchste Wesen und die Unsterblichkeitder Seele; der Gott aber, den er eigentlich anbetete, das warer selbst, seine Vernunft und seine Sinne. Das erste Festseiner Religion läßt sich in folgende zwei Worte zusammen-fassen: es wird das Fest der Vernunft, der in einer aufdem Altare sitzenden Dirne verkörperten Vernunft sein. DerMensch zu Füßen der Venus wird zur gerechten Züch-tigung des Stolzes das verächtliche Ziel sein, an dem derMensch in den beiden Epochen seiner socialen Apotheose, wievom Schicksale getrieben, anlangen wird.

An dieses erste Fest werden sich, wie in dem schönen Alter-thum, andere Feste, bestimmt, den Menschen in den verschie-