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Jahrhunderten, die dem Untergänge der römischen Freiheitfolgten." ')
Diese Autoritäten sind völlig entscheidend, und alle Schü-ler der Griechen und Römer bereiten sich vor, dem Beispieleihrer Lehrer zu folgen und das höchste Wesen mit Beifall zubegrüßen. Ihr Eifer steigert sich bis zur Begeisterung, als sieaus Robespierre's Munde vernahmen, das höchste Wesen werdeihr Leben so wenig belästigen, wie der große Jupiter auch dasLeben der Schriftgclehrten Ronsis und Athen's belästigte.
In der That, das höchste Wesen der Revolution ist nicht,wie man allenfalls glauben könnte, der wahrhaftige Gott, derGott des Glaubens, sondern ein imaginäres Wesen, von derVernunft geschaffen und von ihr mit Attributen und Qualitä-ten, die ihren Launen angemessen sind, ausgestattet. Auf dieseWeise hat dieses höchste Wesen keine positive Religionbegründet; es kennt nur eine allgemeine Religionin der alle Seelen verschmelzen; es betrachtet dasGebet als einen Schandfleck, empfängt nur dieHuldigung freier Männer, hat die Republik vonAnfang der Zeiten decretirt; es ist es, was dieKönigsmörder begeistert, ihren Muth entflammtund es zu ihrer Hauptbeschäftigung macht, dieKönige, wie Jupiter die Tyrannen niederschmet-terte, zu entthronen; es will weder Tempel, nochPriester, noch Weihrauch; es ist nicht der Gott derChristen, sondern der Gott des Gedankens, dieGeschöpfe sind nicht seine Organe; es hatweder Dämonen noch Hölle und ewige Strafengeschaffen.
Solches sind die Attribute des Gottessohnes der Vernunft.
1) Meint. v. 19. Floreal des Jahres II.
2) Man sehe auch noch die Rede Payan's bei derselben Gelegenheitund über denselben Gegenstand, Monit. Bd. XX. S. 523; fernerdie Beglückwünschnngsadressen, welche die Schriftgelehrten in den