j zusammen, zur Erinnerung, daß die Abschaffung des König-thums dem Muthe des gesammten Volkes zu verdanken ist.Diese Ceremonie findet unter dem Klänge der Fanfaren, unter^ dem Geknatter eines Musketenfeuers und unter dem wiederhol-ten Rufe: »Haß der Tyrannei!« statt.
„Die sechs Gruppen kehren zurück und legen ihre Waffenauf den Altar des Vaterlandes nieder. Der Präsidentüberreicht jeder von ihnen eine Fahne, ergreift selbst eine solcheund pflanzt sie, von den constituirenden Körperschaften begleitet,auf den Trümmern des Thrones auf. Die sechs Gruppenahmen seinem Beispiele nach. Der Zug setzt sich wieder inBewegung, um nach dem Gemeindehause zurückzukehren, undnun beginnen die Tänze auf dem öffentlichen Platze.
„Zweiter Tag. — Am folgenden Tage ordnet sich derZug, vom Stadthause ausgehend, gleichfalls um den AltardesVaterlandes;aufdem Altare werden Laub - und Blumen-gewinde und eine brennende Fackel aufgehängt. Am andern^ Ende des Platzes wird man einen neuen, aus den Trümmern
- des ersten gebildeten Thron erblicken; derselbe ist mit einemdreifarbigen Mantel bedeckt und über demselben befinden sichdie Embleme der Triumviral-Tyrannei, ') eine Maske, eineBinde, Dolche und Brandfackeln. Nach Abflngung eines Lob-liedes auf die Freiheit nimmt der Präsident die brennendeFackel von dem Altare des Vaterlandes. Von denPräsidenten der verschiedenen constituirenden Körperschaften undden sechs Gruppen begleitet, begibt er sich unter dem Schalle
k einer kriegerischen Musik an das andere Ende des Platzes, ent-! kleidet den Thron des dreifarbigen Mantels und steckt ihn in
- Brand, zur Erinnerung daran, daß die Abschaffung der Trium-viral-Tyrannei besonders dem Muthe der Inhaber derobrigkeitlichen Gewalt zu verdanken ist. Diese Ceremonie geht
1) Zn jener Zeit feierte man bei diesem Feste gleichzeitig mit demSturze des Königthums auch den Sturz Nobespierre's, Couthon'sund St. Just's.