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„Bürger! .... Die feierliche Bestrafung eines Königswird zu den schönsten Epochen der Geschichte des Menschen-geschlechtes gehören.... Heute sollte eine Mörderbande mitDolchstichen die Schmach, welche der 21. Januar auf dieStirne des Königthums drückte, verwischen und den Manen
Ludwig's XVI. Sühnopfer darbringen. Dieses Fest
hat nichts Unglück Verheißendes; wir erinnern uns nicht an denTod eines Menschen, sondern wir feiern das denkwürdige Ereig-niß, welches die Nationen erleuchtet und die Throneerschüttert hat; wir verewigen die Erinnerung an jenengroßen Act nationaler Gerechtigkeit, der einenTyrannen in die Hand des Volkes gab....
„Ist der Haß gegen das Königthum etwas an-deres, als eine natürliche und zuverlässige Folgeder Liebe zur Freiheit und Republik? Kann derRepublikaner einen König anders betrachten, als der afrikanischeWilde den Tiger, der bereit steht, ihn zu verschlingen, betrachtet?Dieses Gefühl des Hasses gegen das Königthum hat jeneNationen, die wir noch heute durch die Nacht derJahrhunderte von Ruhm strahlen sehen, beseelt;es hat so viele Großthaten und berühmteHandlungen hervorgerufen. Schrecken und Druck machtenuns den Tyrannen unterthänig, allein man empfand einegewisse Freude darüber, die Asche ihrer Vorfah-ren ungestraft besudeln zu können. Man diente unterKarl IX., Ludwig XIV. und Ludwig XVI.; allein man be-wunderte Scävola, die Brutus und Chäreas...."
Wer bewunderte sie? ... Wo bewunderte man sie? ...Wer lehrte sie bewundern? . . .
In dem Hasse, den er gegen das Königthum haucht, solluns der Professor der Humaniora ein Pröbchen seiner Be-wunderung für die klassischen Königsmörder und der Art undWeise, wie er solche auf seine Schüler verpflanzte, ablegen.Gleich allen Anderen von der heidnischen Fabel von einemursprünglichen Gesellschaftsvertrag ausgehend, wendet er sich