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Augenblicke nicht eine Religion fabriciren; *) was die Republikvon Euch verlangt, sind Bürgerfeste; das Vaterland sollt Ihrverherrlichen. Ihr sollt Politiker und nicht Theologen sein.Eine Republik darf nicht in den Modellen des Aberglaubensgeprägt werden. Ihr habt nicht das Werk des Moses, sonderndas des Lykurg zu vollbringen."

Chönier denkt wie Echassöriaux. Er verbannt jede religiöseIdee aus den Bürgerfesten, damit der Mensch unwiderruflichvon allen Vorurtheilen befreit sei. Er will nur, diese Festesollten in einer Weise gefeiert werden, daß sie die religiösen inVergessenheit bringen und, wie bei den Alten, die natür-liche Moral durch Hymnen, Spiele und Tänze ver-breiten würden. Er sagt: „Die durch die mächtige Energiedes Volkes errungene Freiheit wird nur durch weise Gesetzebefestigt, nur durch die Sitten verewigt. Mit diesen schützen-den Institutionen der Freiheit müssen die tyrannischen undantisocialen Institutionen angegriffen werden. Die Philo-sophie befiehlt nicht zu glauben; die Dogmen, Ge-heimnisse, Wunder sind ihr fremd, sie folgt der Naturund hat nicht die thörichte Anmaßung, ihre unwandelbarenGesetze zu verändern, ihren ewigen Lauf zu unter-brechen." ^

Indessen verlangt er „in einem eleganten und correctenStyle abgefaßte moralische Jnstructionen, Bürger-hymnen, deren Poesie einfach und erhaben sein soll, eineklangreiche und reine Melodie, nicht studirte Tänze, dieTänze der Freude und der Freiheit."

Begeistert von seinem schönen Gedanken, ruft der Redneram Schlüsse aus: „Könnten wir uns doch immer, könnten sichunsere Nachfolger überzeugen, daß derartige Mittel die einzigen

1) Und doch machten sie eine solche.

2) Monit. v. 15. Bend. des Jahres IV.

3) Monit. Tridi v. 3. Niv. des Jahres III.

4) Monit. ebendas.