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und Ihr werdet den Ruhm besitzen, in dieser Beziehurg dieInitiative der Weisheit ergriffen zu haben." ')

Ist dies klar?

Die Umstände verzögerten die Erfüllung so vieler Wünschebis zum 6. und 15. Thermidor des Jahres VI. Erst jetztwurden die Decadar-Feste gesetzmäßig eingeführt und allgemeinobligatorisch gemacht. Ueber diesen wichtigen Punkt erschienenzwei Gesetze. Das erste verlangt, die Trauungen sollten nuram zehnten Tage der Decade im Hauptorte des Bezirkes voll-zogen werden. In Form einer Predigt verliest die Municipal-administration im Costüm den Bürgern, die während der vor-hergehenden Woche erlassenen Gesetze und Acte der öffentlichenBehörde, ferner das Decadar-Bulletin, das die Züge der Tapfer-keit und die Thaten, welche Bürgersinn einzuflößen geeignetsind, enthält, und endlich einen belehrende» Artikel über dieLandwirthschaft und die mechanischen Künste. Hierauf nimmtdie Administration die Schließung der Ehen vor und verkündigtdie Geburts - und Sterbefälle nebst den Adoptions - undScheidungsacten. Sowohl die öffentlichen wie Privatschullehrerund Lehrerinnen sind gehalten, ihre Schüler an jedem zehntenTage der Decade, am Nationalfeiertage, auf den Versanimlungs-platz der Bürger zu führen. Z

Im zweiten Gesetze tritt wieder einmal der Despotismusdes Menschen zu Tage. Er, der Gott den Gehorsam versagt,seinen Cult abschafft, ihn aus seinen Tempeln vertreibt, seinePriester ermordet, verlangt, trotzdem er die Freiheit proclamirt,daß man seine Religion hochachte, seine Feste feiere und seinemsouveränen Willen einen religiösen Gehorsam erweise. AufBriot's und Grandmaison's Vorschlag wird die Arbeit an denvon der katholischen Kirche der Ruhe gewidmeten Tagen obli-gatorisch gemacht, der zehnte Tag dagegen strengstens gefeiert.„Wie!" sagt der Letztere, „während der römische Hohepriester,seit schon so langer Zeit von der Philosophie angegriffen md

1) Monit. v. 6. Ventöse des Jahres III.

2) Monit. ebendas. und vom 11. Thermidor des Jahres VI.