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Völker sind Barbaren und Zerstörer. Wenn die Civili-sation in Europa seit dem fünfzehnten Jahrhun-derte ihre Strahlen aussendet, so geschah dies,weil der Glaube an den Monotheismus beinaheverloren gegangen war."*)
Quintus Nautius richtete seine Angriffe vorzüglich gegendas Christenthum. Wie die Renaissance und die Revolution,so spricht auch er von seiner Lehre und von seinem Einflüssealles nur erdenkliche Böse. Er klagt es an, daß es die all-gemeine Religion gefälscht, die Fabel an Stelle der Wahrheitgesetzt, alle Greuel, alle Verbrechen, alle Lügen, alle Verleum-dungen veranlaßt und alle Ideen von Moral und Gerechtigkeitverkehrt habe. „Dies sind die Verbrechen und Abscheulich-keiten, deren der Monotheismus sich schuldig gemacht hat undwelche die ganze Menschheit eigentlich beweinen sollte. WelcheGaunerei, welcher Betrug! Welcher abscheuliche Tollhaus-wahnstnn, der das Unglück der Welt hervorgerufen hat!"^)
Er hält Konstantin »och für tausendmal verfluchenswertherals Nero. Die von diesem Kaiser zu Gunsten des Christen-thums erlassenen Decrete haben Alles verdorben. Von da andatirt sich das Verschwinden der großen griechischen undrömischen Civilisation, welche die Welt mit Wundernerfüllt hatte. „Welche Heldenthaten," ruft er aus, „sieht mandie Christen vollbringen? Sobald sie sich nur einer kleinenDuldung erfreuen oder sich ein wenig stark fühlen, -schwächensie den öffentlichen Cultus; sie stürze» seine Monumente umund zünden seine Tempel an. Von da an beginnt der Triumphder Barbaren und die Finsterniß der Unwissenheit, welchefünfzehn Jahrhunderte lang die Erde deckt."
Dieser leidenschaftlichen Lästerung des Christenthums gibtsich Quintus Nautius hin. Nachdem er es aber zusammengerissenhat, muß er etwas Neues aufbauen. „Völker Europa's,"
1) S. 166 ff. 401. - 2) S. 50, 181, 185, 198.3) S. 130—200. — 4) S. 188.