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neue, dem großen Abgrunde der Nacht entstiegene Wesen sichverkörpern. Alles dies lehrt uns Orpheus in seinem Hymnus!an die Nacht; leset diesen: ihr werdet darin die Lehre, diesich euch soeben dargelegt habe, in ihrer Vollständigkeit finden....Die Götter nicht zu ehren wäre ein Verbrechen. Sie ausdie von mir angegebene Weise nicht zu ehren, hieße für dievon den Göttern uns geschenkten Gaben undankbar sein;wenn diese Art der Verehrung den Menschen von den Götternangegeben wurde, so gaben sie dieselbe als die einzige,welche der Natur des Menschen angemessen ist.Sie ist nicht allein der wahre Ausdruck dessen, was da ist,der einzige, dem einiges Verdienst in der Existenz der Dinge^zukömmt, sondern auch das einzige Mittel, durch welches dask große Werk des Weltalls, die Wiedergeburt des Menschen, zuStande kommen kann."
Die Wahl des antiken Polytheismus bereitete dem QuintusNautius durchaus keine Verlegenheit. Diese Wahl war ihmdurch seine Erziehung und seine Stellung an die Hand ge-geben. Die Erziehung hatte ihn vor allen anderen dieseReligion des Numa, welche das Riesenvolk hervorgebrachthatte, bewundern lehren. Die bürgerlichen Feste, der allegorischeGöttinnencultus widerstrebten allerdings nicht einer Verschmel-zung mit einem mystischen Dogma, das nach Allem doch immernur die Erneuerung einer von den Neuplatonikern epurirtenDoctrin war. Es handelte sich ganz einfach darum, dasachtzehnte Jahrhundert an das fünfte unmittelbar anzuschließen.Bezweckte die vollkommene römische Reform des Kalenders,der Zeitrechnung, der politischen Ideen, der Costüme etwasAnderes als dies?
„Franzosen und Belgier, gallische und celtische Völker,"ruft der Verfasser der Thröicie aus, „ihr habt endlich demCultus, den die Barbaren eingeführt hatten, entsagt, doch
1) S. 229, 233, 236, 274, 402.
2) Gerard Le Nerval: „Die Vorläufer des Socialismus," S. 349, 350.