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der Wahl ihrer Speisen nach dem Beispiele der alten hiero-phantischen Geschlechter richten. Sie dürfen das Fleisch dereinhufigen Thiere nicht genießen.

„So haben ich und meine Familie es immer gehalten undzu meiner großen Zufriedenheit sehe ich, daß meine theuereGattin, die diesem Gesetze gar nicht unterworfen ist, sich ihmvon freien Stücken unterwirft und auch meine Kinder gewissen-haft sich dieser Vorschrift fügen.

„Ihr beginnet den Tag," fährt der Hierophant fort,„damit, daß ihr den Göttern Opfer darbringt, und amAbende begebt ihr euch erst nach dieser Opferung zur Ruhe.Ihr sollt ihnen Wohlgerüche darbringen und in jedemHause soll deßhalb ein Rauchfaß, das euch die Gegenwart derGötter beständig vor Augen hält, angetroffen werden. Dereuch diese Vorschriften gibt, ist Hestod, einer der ältesten Schrift-steller, welcher sagt: »Versöhnet die Götter durch Speise- undTrankopfer, sowohl wann ihr euch zur Ruhe begebet, als auchwann das Morgenlicht eure Augen trifft.« ')

„Niemand sei so gewissenlos, daß er die Gerichte seinesTisches berührt, ehe er davon den Göttern, denen er dafürDank schuldet, zuerst dargebracht hat. Jede Familie soll zudiesem Zwecke ein Becken besitzen, das beständig auf demTische stehen bleibt; auf diesem soll ein Feuer angezündet unddarauf vor Allem ein Brandopfer gebracht werden. Vergessetauch nicht, wann ihr vom Tische aufstehet, die Dankeshymne.Ihr sollt den Göttern für alle von ihnen euch geschenkte Güterdanken. Besonders aber sollt ihr zur Ceres, Proserpina,Pallas, zu den Laren und Penaten und zur Vesta beten. Ihrsollt auch der Todten gedenken und die Manen bitten, daß sieden Seelen eurer Vorfahren gnädig sein möchten."

„Ihr sollt kein Haus bewohnen, kein Feld bebauen, keinenWeinberg bearbeiten, ehe ihr ihn durch Opfer gereinigt habt.Ihr sollt keine Ehe schließen, ohne zuvor die Auguren befragt

1) S. 361, 362. - 2) S. 315.

Gaume, Revolution. II.

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