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diese Engel find die beiden Amor, Eros und Anteros; diese. so schöne Frau, die halbnackt aus einem Ruhebette, dessen Ver-hüllung sie hinweggeworfen hat, hingestreckt liegt, ist sie nicht^ Cythere selbst? Und dieser Jüngling, der nahe bei ihr inden tiefsten Schlaf versunken scheint, ist es nicht Adoni s ausden Mysterien Syriens?
„Ja, die Kunst der Renaissance hatte bereitsdem alten Dogma und der heiligen Strenge derKirche einen tödtlichen Streich versetzt, ehe noch dieRevolution die letzten Trümmer hinwegkehrte.
„War nicht selbst in der Erziehung, wie in dendem neuen Geschlechte gebotenen Büchern derMythologie eine höhere Stelle eingeräumt alsdem Evangelium? Quintus Aucler hat also in seinem Ge-danken eine unaufhaltsame Bewegung nur vervollständigt undin ihrem Gange geregelt. Nur auf diese Weise kann maneinen Gedanken erklären, der heute fast als ein Wahnsinnbetrachtet wird, und den man in seiner Vollständigkeit nur inden minutiösen Deduktionen eines Buches, das durch die Red-lichkeit der Absichten und die Aufrichtigkeit des Glaubensseines Verfassers Achtung einflößt, zu erfassen vermag." *)
Ein solches Urtheil fällt ein unverdächtiger Schriftsteller.Uns dünkt, daß, w enn Frankreich nicht wiederum heidnisch ge-worden ist, dies weder ein Verdienst der Renaissance, nochauch der revolutionären Schriftgelehrten ist. Danken wir derVorsehung, die ihre unheilvollen Anschläge vereitelt hat, abermachen wir uns auch die aus ihnen hervorgehende Lehre zuNutzen.
1) Gerard de Nerval: „Die Vorläufer" u. s. w. S. 320, 350, 351.