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Pornpoiiius ging sogar so weit, daß er sich den Titeleines souveränen Pontifex ertheilte oder ertheilen ließ,und Einer seiner Schüler unterzeichnete: Priester der römi-schen Akademie. Auch beschuldigen Volterrano und Vivesden Pomponius Laetus der positiven Idolatrie.') Neuere Ent-deckungen haben den materiellen Beweis sür diesen Versuchder heidnischen Restauration, der von fanatischen Wieder-geborenen sogar im Schooße der Hauptstadt der christlichenWelt gemacht wurde, geliefert. In einer vor weniger alszwei Jahren aufgeräumten Gruft in den Katakomben desCallixtus hat man auf den Wänden die zwei folgenden Auf-schriften gefunden:

Rennauto Uom. ?omp. Uont. Nox.

„Unter der Regierung des Pomponius, souveränen Pontifex

zu Rom."

Die zweite Aufschrift belehrt uns, daß der Neopagauismusnicht allein einen Papst, sondern auch Priester hatte:komponius kontikox Nsximns,kontaeatus Kncerckos ^esclomige Uomanao.„Pomponius, souveräner Pontifex, Pantacatus, Priester derrömischen Akademie."

Wie man sieht, usurpirt der entstehende Paganismus vonseinem Beginne an eine Sprache, welche die Anmaßung kundgibt, sich für das Christenthum zu substituiren. Mit denWorten verbinden die Wiedergeborenen die Thaten. In ihrenVersammlungen bringen sie mit heidnischen Cere-monien ihre Opfer. Nachdem ihr Haupt den Cult desRomulus wiederhergestellt hatte, setzte er das Fest der

»ovum sibi imponersnt, ex ctNmea reli^ions äertvstum. ?!>uI1 II.vita oum vinäieiis aäv. I? taten., Xuet. Xn^eto tVIaria. Huirino, oarä. Loinae, 1719. 6. I. 12. X.

1) ctes ssvsnts, t. II, iä. in 4°.