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^Bruders statthatten, kam das ganze Rituale zur Anwendung.Fast jedesmal erklärte der Hierophant den Canon oder dasphilosophische Credo und zog daraus die der Doctrinder alten Sokratiker entsprechenden Belehrungen.An bestimmten Tagen erläuterte er das Naturgesetz; sodannverherrlichte er die Vernunft, ihre souveränenRechte, ihre Unfehlbarkeit und die von ihr verlieheneEinsicht, welche die Vorurthcile, die falschen Schreckgebildeund die falschen Offenbarungen verscheucht. Endlich ging er mitden falschen Wundern, den falschen Geheimnissen,den falschen Orakeln und den die Religion entstel-lenden Ammenmährchen zu Gerichte. 0That die Revolution etwas Anderes?

Nichts aber kann belehrender sein, als die Darstellungder Art und Weise, wie die neue» Heide» ihren Cultus übtenund ihre Doctrin auslegten. Treten wir i» den Saal, derihnen als Kapelle dient. In seinem oberen Theile erblickenwir den Priester der Vernunft, den snmmus pontikox derrömischen Akademie oder, wie sie ihn nennen, den inoäixorstor,der das Gesetzbuch in den Händen trägt, den Ton angibt unddie Ceremonien leitet. Wir sehen alsdann die Gläubigen inzwei Chöre getheilt, wie sie die Maximen des Naturgesetzespsalmodiren oder abwechselnd Gesänge an die Göttin Vernunftrichten.

Erster Theil des Rituales oder der sokratischenVottesdienstor-nuug.

Der Priester:

„Glück und Freude.

1) Lsnoiiem xbilosopbioui» inteexretsniur i»6ec>ue siuunt O'Ueoee-MLta Loerstieorum veteium. ?. 50. — Oommentautur si.iU« lom-poribus in leASin urtturno, etc. Wie oben, S, 50.

2) koemulas xars peims,