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gezwungen sah, eine feierliche Verdammung derselben auszu-sprechen.

Diese Verdammung hinderte sie indessen ebensowenig inihrer Weiterverbreitung, als sie ihre Quelle verstopfte. Mansteht im Gegentheile, wie sie mit der fortschreitenden Kenntnißund Bewunderung des schönen Alterthums sich weiter ent-wickeln. Im siebzehnte» Jahrhunderte, in welchem JanusJunius lebte, stehen sie in voller Blüthe. Sie sind wie einunterirdisches Feuer, das drei Jahrhunderte lang im SchooßeEnropa's brennt und bei dem Gelangen der Schriftgelehrtenzur unumschränkten Herrschaft endlich zum vollen Ausbruchekömmt. Während derselben Zeitpcriode entstehen in Europaeine Masse neuer der Erziehung geweihter religiöser Orden;die Erziehung, kann man behaupten, befand sich damals aus-schließlich in den Händen der Geistlichkeit. Wie geschah eswohl, daß in allen christlichen Ländern und bei einer christ-lichen Erziehung eine so große Anzahl von Schriftgelehrtendie fanatischen Sectirer des Sokratcs und Plato und dieheftigsten Feinde der Religion und der Gesellschaft werdenkonnten?

Bis wir diese Frage zu lösen versuchen, wollen wir einst-weilen das von den sokratischen Bruderschaften gegebene Vor-spiel zu den heidnischen Festen der Revolution beschreiben.

Sie hatten ein wie die unsrigen mit rothen undschwarzen Schriftzeichen gedrucktes Rituale. Dies be-stand aus drei Theilen. Der aus Gebeten und Unterweisungenbestehende Theil ward täglich hergesagt oder laut der Vor-schrift der heidnischen Autoren in jeder Versammlunggesungen. ') Bei besonderen Festlichkeiten, wie solche zu Zeitender beiden Solstitien ober bei der Aufnahme eines neuen

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