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„Wir haben uns zu Anbetern der Wahrheit und Freiheitgemacht, damit wir befreit werden von der Tyrannei und demAberglauben.

Der Priester:

„Vor Allem, sagt Cato, muß ich euch zu wissen thun, daßich jederzeit Brüder gehabt habe. Ich war es, der, als ichnoch Quästor war, die Bruderschaften stiftete. An den Fest-tagen der guten Göttin trank und philosophirte ich mit meinenFreunden.

Die Brüder:

„Gelobt seien Sokrates und Plato, Marcus Cato undMarcus Cicero.

Der Priester:

„Um heiter zu leben und ruhig zu sterben, wollen wirdem Ursprünge der Dinge nachforschen.

Die Brüder:

„Um von aller Furcht befreit zu werden, blieben wirtheilnahmelos.

Der Priester:

„Und auch um alle leeren Schreckgebilde zu verscheuchen,wollen wir der Albernheiten der Alten spotten und den Hymnusdes Ennius anstimmen."

Alle singen im Chöre diesen Hymnus, der im Munde dermodernen Heiden offenbar eine Verspottung der Priester, derReligion und ihrer Lehre bildet: „Ich erachte den Marcusfür Nichts weiter als den Auguren eines Possenspieles, fürNichts weiter die Wahrsager an den Kreuzwegen, für Nichtsweiter die Astrologen mit ihren Doppelkreisen, für Nichts weiterdie Seher der Isis und die Traumausleger. Weder dieKunst, noch die Wissenschaft miachen göttliche Menschen ausihnen; sie sind nur die Priester des Aberglaubens und unver-schämte Lügner, welche sich anmaßen, Anderen eine Straße zuzeigen, die sie selbst nicht gehen. Von denen, welchen sie

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