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[1. Band.]
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der Vollkommenheit sein. Nach diesem inmitten der dieübrige Welt umhüllenden dichten Finsterniß strah-lenden Lichtpunkte werden sich alle ihre Collegialstudie»,ihre ganze klassische Bewunderung wenden. Diesseits undjenseits ist nur Knechtschaft und Barbarei.

Nun war aber die Republik die Regierungssorm dieserMustervölker und, Dank unserer Erziehung, haben wir geglaubt,Freiheit, Gleichheit, Betheiligung bei den Staatsangelegen-heiten, Glück und Aufklärung seien bei ihnen Allgemeingutgewesen. In Wirklichkeit aber waren alle diese Republikenauf der Sklaverei begründet und die socialen Vortheile warennur der Antheil der Minderheit. Wir sehen da die Menschenin zwei Kategorien, Freie und Sklaven, geschieden. Die Zahlder Letzteren verhält sich zu der der ersten wie Zehn zu Einsund noch weniger. Sparta zählt zehntausend Bürger undhunderttausend Sklaven, Athen zwanzigtausend Bürger undViermalhunderttausend Sklaven, in Rom sind die Sklavennoch zahlreicher.

Der Sklave ist wie bei den Griechen so bei den Römernetwas weniger als ein Lastthier. Für den Sklaven gibt esweder Familie noch Bürgerrecht, weder Eigenthum noch Freiheitseines Denkens und seiner Person. Er athmet nur nach demBelieben seines Herrn, der ihn ungestraft schlagen, verkaufenund um's Leben bringen darf. Der Sklave befreit den Herrn vonallen häuslichen Sorgen, mästet ihn mit seinen Schweißtropfenund macht es ihm möglich, sein Leben entweder im Müßiggangdahin zu bringen oder sich den öffentlichen Angelegenheiten zuwidmen.

Unter verschiedenen Benennungen — Archonten, Ephoren,Areopag oder Senat — herrscht diese kleine Anzahl freierMänner als unbeschränkte Herren. Die Ehren, die Reich-thümer, die Gewalt gehören ihnen. Im Schooße dieser Ver-sammlungen zählt man fast immer nebenbuhlerische Factionen,unverschämte Patricier oder ehrgeizige Tribune, Privatinter-essen im Conflicte mit den öffentlichen Interessen. Einige