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tausend Menschen, die das Volk heißen, ernennen diesesouveränen Magistrate: ehrsame Wähler, die sich in den Co-mitien prügeln, ihre Stimmen für einige Drachmen anbiete»,sie zu Gunsten einiger Gladiatoren verkaufen. Außer ihnenist Alles Sklave. Auf diese Weise finden wir im Alterthumeunter der republikanischen Außenseite die Unterdrückung von dreiViertheilen des Menschengeschlechtes, die Ausbeutung desMenschen durch den Menschen im weitesten Maß-stabe, die anmaßendste Aristokratie, das Leiden und die Er-niedrigung unter allen Benennungen und unter allen Formen.

Durch ihre Collegialbildung getäuscht, kennen die revolutio-nären Schriftgelehrten nur die glänzenden Außenseiten dergriechischen und römischen Republiken und hier holen sie ihreVorbilder. „Sonderbar!" sagt einer unserer zeitgenössischenPnblicisten, „die französische Revolution war gegen die Aristo-kratie gerichtet und das republikanische Rom, auf dessen Er-innerungen man sich berief, war doch seinem Wesen nacharistokratisch. Diese Gleichheit, in deren Namen in FrankreichAlles umgestürzt wurde, bestand in der römischen Gesellschaft,welche die Sklaverei zur Unterlage hatte, gar nicht. Endlichverdankte man jene vielgepriesene Brüderlichkeit der Menschendem Christenthume, welches man verfolgte/ So bewährt essich, daß sich die Menschen zumeist durch Worte fortreißen lassen,und nicht wissen, was sie thun, sie mögen nun zu zerstörenoder aufzubauen gedenken." ')

In der That hat die Verblendung der modernen Re-generatoren einen solchen Grad erreicht, daß sie die Verschie-denheit der Zeiten, die nationalen Ueberlieferungen, die Fort-schritte, welche die Menschheit dem Christenthume zu danken hat,den Umfang des Ländergebietes, den Geist der modernen Völ-ker und die Trümmer, die für die Verwirklichung ihrer Utopieaufgehäuft werden müssen, gar nicht berücksichtigen. Eine un-widerstehbare Anziehung, der des Magneten nach dem Eisen

1) Von Gcrtrch, Studien über Sallust, S. 147.