Und dies Alles ist in sieben Jahren so vollständigverbraucht, daß Napoleon bei seiner Rückkehr aus Egyptennur noch fünfzehnhundert Franken in den Staatskassenvorfand, um einen Courrier nach Italien zu schicken,') und dieRepublik endlich am 30. September 1797 einen Staatsbankerottvon fünfzig Milliarden machte.
Dies die bescheidene Summe, mit welcher Frankreich denRuhm, für eine Zeit lang von seinen Lykurgen aus den Kol-legien in eine Republik umgestaltet zu sein, erkaufen mußte.
Die Republik hatte über Berge von Gold und Silberverfügt; und sie ließ es, sagt man, ihre erste Sorge sein,solche in klingende Münze zu verwandeln, um ihre Soldatenzu besolden und den Verkehr zu beleben. Allein woher wirdsie ihre Inschriften, ihre Gepräge und Brustbilder entnehmen?Unsere alte Goldmünze verkündete das Königthum Christi:Okristus vineit, rognut, imperst; unsere Silbermünze das demKönigthume Gottes untergeordnete Königthum des Menschen:I-uäovieus, Del Ai-uti» Usx. Als Erinnerung an eine socialeOrdnung, welche die Erziehung als die Schmach des Menschen-
Jmmobilien. Wer kann sagen, was er ihnen an Möbeln, Ornamenten,goldenen und silbernen Gerathen und Kostbarkeiten nahm? . . . .Es läßt sich dies aus den amtlichen Etats, die die Nationalschatz-meisterei im Jahre 1798 veröffentlichte, um über die seit dem An-fange der Revolution verausgabten sechsundneunzig Milliar-den Rechenschaft abzulegen, beurtheilen. Und am 30. September1797 machte der Staat einen öffentlichen Bankerott mit fünfzigMilliarden." Geschichte des Directoriums, von Granier deCassagnac, Bd. I. S. 2. — Man vergl. auch das specielleWerk des Sir Francis d'Jvernoy: »Isdlesu des pcrtes eauseespar la Revolution." — Bei dieser fabelhaften Summe sind die Assig-naten nach ihrem Nennwerthe gerechnet. Man hat berechnet, daßdie Juli- und die Februarrevolution, die Tochter und Enkelin dergroßen Revolution, Frankreich mehr als fünfzig Milliarden ge-kostet haben.
1) Neinoires äo Lourionne, Bd. VI.