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Dabei läßt man es nicht bewenden. Jean Debrybeantragt die Bildung eines Corps von 1200 Tyrannen-mördern, die sich Jeder einzeln der Bekämpfung der europäi-schen Tyrannen weihen sollen. Mailhe beweist die Sittlich-keit dieser Institution, Chabot und Merlin erklären, siewürden sich sofort nach Erledigung ihrer legislativen Func-tionen in dieses Corps, das man Rächer der Menschheitnennen könnte, aufnehmen lassen. Der Convent zieht denAntrag Jean Debry's in Erwägung und verweist ihn znrBegutachtung an seine Ausschüsse.')
Dieser wüthende Nationalhaß findet sein Borbild nur indem heidnischen Alterthum. „Die Nationen des Alterthums,"sagt der Tribun Echasseriaux, „durch die Oertlichkeitenund ihre Institutionen, deren Bestand nur aus demKriege beruhte, von einander getrennt, kannten unter ein-ander nur grausame Grundsätze des Völker- und Staatsrechts;sie bekämpften sich mit der ganzen Erbitterung der wildenVölker. Sie hörten nicht auf, sich zu bekämpfen und zu ver-nichten. Wehe den Besiegten! lautete ihre Unglück ver-heißende Devise. Der Janustempel ward nur geschlossen, wennAlles überwunden oder in Banden war."
Als Tochter des Alterthums ahmt die Revolution ihreMutter selbst in dem letzten Beispiele nach. Wie die Griechenund insbesondere die Römer nur Krieg führten, um Beute undLand zu erobern und wie sie sich kein Gewissen daraus mach-ten, das Blut ihrer Nebenmenschen zu vergießen und sogarin Kraft eines besonderen Gesetzes der Feldherr, welcher nachden Ehren des Triumphes trachtete, fünftausend Feinde getödtetha^en mußte: ebenso führt auch die Revolution Krieg, um zuverwüsten und zu erobern und das Blut des Feindes ist ihrnicht theuerer als den Römern. *
1) Moniteur vom 28. August 1792.
2) I?Iwmme ä'Ltut, S. 65 in 8°. kai-is, an XI.