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Ein dem Lehrstande angehöriges Mitglied, Bürger Giro«roult, Professor der Rhetorik an dem Cvlleg zu Harcourt,errang unter diesen legislativen Lieferanten die Palme. Wäh-rend alle Köpfe beflissen sind, die Spuren der antiken Gesetzeaufzusuchen, veröffentlicht er seine berühmtgewordene Samm-lung der Verfassungen der Spartaner, Athener undRömer. Mit einem allgemeinen Ausrufe der Freude wirddieses Werk bei seinem Erscheinen begrüßt. Das officielleOrgan der Regierung, der Moniteur, stößt in die Lärm-trompete und stellt Gueroult's Schrift als das Evangeliumder Gesetzgeber dar.
„Im Augenblicke," sagt er, „da die Repräsentanten desfranzösischen Volkes beschäftigt sind, der Republik eine Kon-stitution zu geben, welche fähig ist, die Uebel der erste-ren wieder gut zu machen und ihre Gebrechen inVergessenheit gerathen zu lassen, kann es zweifels-ohne kein interessanteres Werk sowohl für den Ge-setzgeber, welcher das Gebäude errichtet, als auchfür den Bürger, der richten soll, geben, als dieSchilderung der drei berühmten Republiken, diedurch die Tugend, die Künste und den Ruhm ge-glänzt haben. Deßhalb verweisen wir sie auf dieSchrift des Bürgers Gusroult. Sie werden in einemganz kleinen Bündchen die Elemente, aus denen die Verfassun-gen Sparta's, Athens und Roms bestanden, vereinigt finden." ')
Man läßt es bei unfruchtbaren Lobeserhebungen nicht be-wenden. Durch eine feierliche Abstimmung honorirt der Kon-vent den Verfasser mit einer Summe von zweitausend Frankenals Nationalbelohnung für sein verdienstliches Werk. DieSchrift des Professors der Rhetorik wird das Orakel der re-volutionären Gesetzgeber. Ihr entnehmen sie, wie wir in derFolge noch sehen, die Grundlagen ihrer republikanischen
1) Monit. v. 9. Nov. 1792.
2) Monit. v. 14. Niv. des Jahres III.