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Augen des ganzen Volkes schwuren, die Feinde ihres Vtter-landes ohne jegliches Erbarmen zu ermorden.
Am Montag den 2. Juli 1791 sah man achthundert Studen-ten der Pariser Universität mit ihren Professoren an der Spitzevor die Schranken der Versammlung treten. Der junge Red-ner der Deputation spricht: „Unsere Vätcr haben geschworen,für die Vertheidigung der Freiheit zu sterben. Von denstlbenGesinnungen beseelt, treten ihre Kinder in ihre Fußtapfen undlegen auf den Altar des Vaterlandes den Eid nieder,dem Gesetze treu zu bleiben; dieser Eid ist zu tief in un'erenHerzen eingegraben, als daß wir ihn jemals brechen würden."
Der Präsident Alexander Beauharnais beglückwünsch: siewegen ihres Bürgersinnes und verliest die Eidesformel.Schüler und Professoren heben die Hände empor und leisteneinstimmig den Eid. Die Begeisterung der Zuschauer brichtin mehrfachen Beifallruf aus; Halb nachher ziehen die kleinenakademischen Hannibale, viertausend Köpfe stark, über dasParket und wiederholen begeistert den Eid, für das Vaterlandzu sterben, Oulco pro pgtris mori, sagt Horaz. 0
Ihnen folgen die Zöglinge der freien Unterrichtsanstalten.Dank ihrer klassischen Erziehung sind Alle von denselben Ge-sinnungen beseelt. Alle haben, wie der Rector Dumonchelsagte, die alten Tugenden der Griechen und Römer ernstlichaufgefaßt. Ihre Sprache bewies, mit welcher Speise ihregeistigen Anlagen genährt worden sind.
Die der Section der Lombarden ahmen den Lakonismusder Spartaner nach und bescheiden sich damit, im Saale auf-zuziehen und auszurufen: Wir schwören, zu siegen oderzu sterben. 2)
Die der Section Marat sind ausführlicher und beweisen,daß sie ihren Livius gründlich verstehen. Einer ihrer Profes-soren tritt an die Schranken und spricht: „Bürger-Gesetzgeber,Ihr seht hier die jungen Zöglinge der Section Marat vor Euch.
t) Monit. ebendas. — 2) Monit. v. 23. Sept. 1793.