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Chaumette's an die geschiedenen Gatten, die sich selbanderwiederum verehelichte», anzuführen:

„Bürger und Bürgerinnen, die Herrschaft der Sit-ten beginnt. Es war der Ehescheidung vorbehal-ten, ehemalige Verbindungen wieder zu verjün-gen und den Widerwillen sowie die Abspannung, welche voneinem unauflöslichen Bande unzertrennlich sind, durch seitherunbekannte Reize zu ersetzen. Die Leichtigkeit einesBruches beruhigt die schüchternen Gemüther. Wennes den Gatten sich zu trennen erlaubt ist, so sind sie nur umso inniger mit einander verbunden. Die Ehescheidung ist dieMutter der gegenseitigen Rücksichten, Gefälligkeiten, Sorgen,die beständigen Nahrungsmittel ehrbarer Liebe. Ja mit Rechtkann man mit einem Philosophen ausrufen: Die Ehescheidungist der Schutzgott der Ehe." ')

Ist es nothwendig, zu bemerken, daß sich dieselben heid-nischen Theorien mit Glanz, obgleich unter verschiedenen For-men, während der Revolution von 1848 wiederholten? Sagtnicht das zwölfte amtliche Bulletin der Republik unter demDatum des 6. April: „Unsere erste Republik besaß den In-stinkt und das richtige Gefühl eines patriotischen Respectesgegen die Frauen. Schmach und Schande! Ihr armen Frauen,Blumen, die vor der Entfaltung schon verwelkt sind, Mär-tyrinnen einer lügnerischen Civilisation und einer gottlosenGesellschaft, Ihr jammert gleich den Töchtern Sion's; dennnie wird es Thränen genug geben, um die Euch zugefügten

1) Brüderliche Aufforderung des Präsidenten der Gemeinde an die Ehe-leute, deren Heirathserklärungen er erhalten hat rc. Moniteurvorn 25. October 1792. — Im Jahre 1816 ward das Gesetz derEhescheidung aufgehoben; allein die Erkaltung der christlichen Ge-sinnung, die es hervorgerufen, hat noch traurige Spuren in denIdeen zurückgelassen. So willigt die Civilbehörde selbst heute nochin Frankreich in die Wiederverehelichung der in ihrer Heimath ge-setzlich geschiedenen Ausländer.