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Zwölftes Kapitel.
Die Gesetze.
(Schluß.)
Von dem Geiste des Alterthums dictirte Ehegesetze — Bonden Schristgelehrten verlangtes Gesetz über die uneheliche Geburt— Peuchet'S Schrift — Scene im Convent — Principiell auf denBericht des Cambaceres zum Beschlusse erhoben — Darlegungder Motive des Gesetzes von Chabot — Belohnungen" für die un-verheirathetcn Mütter — Nesume des Vorhergehenden — Daskonstitutionelle und legislative Werk der Revolution, der getreueAbdruck des Alterthums — CHLteaubriand's Ausspruch — DieRevolution begründet ihre Gesetze durch das Beispiel des Sokrates.
Die Herrschaft des Menschen ist die Herrschaft der Gewalt,das Werkzeug der Gewalt ist der Soldat. Alle Republikendes Alterthums sind nach diesem Principe organisirt: Bürger-Soldaten und zwar gesunde und starke und ihrer möglichstviele zu haben, dies ist der Zweck ihrer ehelichen Institutionenund ihrer Erziehung.
Sich an den schmutzigsten Lehren Plato's, wie sie in sei-ner kespublien niedergelegt sind, iuspirirend, betreibt die Re-volution die Kindercrzeugung durch alle Mittel, ächtet jedeGeburtsschande und geht sogar so weit, daß sie die verbrecherischeThat, welche dem Vaterlande Vertheidiger liefert, durch Natio-nalbelohnuugen ehrt. Ihre nach dem Modell des Alterthumszugeschnitzten pädagogischen Systeme haben, wie wir spätersehen werden, die Bildung von Soldaten und zwar von kör«perkrästigen Soldaten zum Hauptzwecke.
Nach dem Beispiele der Römer ist eines der von den re-volutionären Gesetzgebern zur Rechtfertigung der Ehescheidungam Oeftesten angeführten Motive, daß sie die Population be-günstige. Wir haben gehört, wie Cambacores im Namen des